01.08.16 - 2. Sport-Union Volksfest-Challenge -
„Schau mal, da ist eine Versicherung auf Betriebsausflug“
 

Ja, unsere Jungs waren ein absoluter Blickfang am gestrigen Sonntag auf dem Unterländer Volksfest. Fast in kompletter Mannschaftsstärke vertreten und im markanten blauen Sport-Union Team-Shirts bekleidet, besuchte die NSU auf Einladung der Heilbronner Stimme das Festgelände an der Heilbronner Theresienstraße. Und dies führte zu Verwirrungen.

 
 

Denn neben den großen Lettern „Neckarsulm“ ist auf dem Team-Shirt auch der Name des Bekleidungssponsors (die DVAG) aufgedruckt. So kam ein älteres Ehepaar beim Anblick unserer Gruppe zu dem einzig folgerichtigen Schluss: „Schau mal, da ist eine Versicherung auf Betriebsausflug.“ Und um in diesem Jargon zu bleiben, die Aktien jener Assekuranz in blau waren einen Tag zuvor nach dem magischen 2:1-Pokalsieg gegen die Defensiv-Securitygruppe aus Hollenbach beinahe ins Uferlose gestiegen.

Aber zurück zum Volksfest. Der eigentliche Grund des geschlossenen Neckarsulmer Auftretens war der Champions Day, die traditionelle Ehrung der Unterländer Sport-Meisterteams im großen Festzelt. Doch Sportdirektor Marco Merz erinnerte sich an ein gelungenes Event vor zwei Jahren, als sich unser Team rund um den Vergnügungspark ein knallhartes Duell in verschiedenen Volksfest-Disziplinen geliefert hatte. So war die Idee der Sport-Union-Volksfest-Challenge 2.0 schnell geboren. Diesmal gab es vier NSU-Teams, die sich in fünf Wettbewerben duellierten, nämlich beim Bogenschießen, Basketball, im Dartwerfen, Schießen und Pferdederby. „Für die entsprechenden Aussteller war dies durchaus dankbar, denn es war stimmungsmäßig richtig etwas geboten, als wir dort anwesend waren“, sagte der Organisator Marco Merz, der, mit einem Klemmbrett und Kugelschreiber bewaffnet, jedes einzelne Ergebnis akribisch auf eine Liste eintrug.

Man muss nicht unbedingt erwähnen, dass unsere Jungs mit großem Feuereifer und Ehrgeiz ans Werk gingen. „Während der Disziplinen gab es das volle Programm: Anfeuern, Beifall, Frotzeleien und natürlich blühte auch der Spott“, so Marco Merz mit einem Schmunzeln. Komplett versagt hat die Sport-Union übrigens beim Basketball: Mehr als 50 Würfe und kein einziger Treffer… die Neckarsulmer waren der Chancentod am Korb. Der Showdown der letzten Disziplin fand beim Pferdederby statt. Es mussten dabei Kugeln in Löcher geworfen werden, die mit unterschiedlichen Punktzahlen versehen waren. Je nach Punktzahl wanderte das Pferdchen dann entsprechend nach vorne – oder blieb eben stehen. So wurden gleich mehrmals Pferde kurz vor dem Ziel eingeholt. Einzig das Elfmeterschießen zwischen Deutschland und Italien kam ungefähr an die Spannung und Dramatik des Neckarsulmer Pferdederbys heran.

Das unfassbar knappe Endergebnis nach der Merzschen Umrechnungstabelle: Das Gewinner-Team verbuchte am Ende 31 Punkte, denkbar knapp dahinter folgten die Zweitplatzierten mit 30,5 Punkten. Die einen jubelten, die anderen konnten sich mit der Niederlage nur schwer abfinden und haderten. „Der eigentliche Skandal war, dass Co-Trainer Aydin Cengiz meine Wertung anzweifelte“, erzählte Marco Merz mit einem Augenzwinkern. Das Neckarsulmer Gewinner-Team, und damit ab sofort Mitglieder der Neckarsulmer „Volksfest-Hall of Fame“: Leo Wallmann, Yannick Titzmann, Ronny Wagner, Seba Öztürk und Bogdan Müller. „Dieses Truppe aus lauter Stürmern und Torhütern hat bewiesen, dass man ein Mittelfeld schlichtweg nicht benötigt“, analysierte Merz treffend. Und auch für die Verlierer hatte der Sportdirektor „warme“ Worte übrig. „Bei den Viertplatzierten ragte Marcel Gerstle heraus, der hat fast alle Punkte des Teams alleine geholt. Er hatte halt Pech, dass er ansonsten eine Loser-Truppe ums ich herum hatte.“ Analysiert und bis ins kleinste Element aufgebröselt wurde das Event dann beim anschließenden Tagesausklang im Festzelt bei der ein oder anderen Maß Bier. Wir sind gespannt auf die nächste Volksfest-Challenge in zwei Jahren.

 
Auffällig: Die Boys in Blue auf dem Volksfest
Der Flachs blühte - so wie hier beim Darten
Kappo bei der 1. Disziplin
Die zweite Station war der Schießstand
Wie auf dem grünen Rasen... Goto nimmt Maß
Ausgelassene Stimmung bei unserem Team
Ist da irgendwo ein Logo des TSV Berg, Else?
Der dritte Teil des Parcours: Basketball
Seba probiert es unkonventionell
Bogdan ist so groß, dass er eigentlich einen Dunking hätte machen können. Doch auch hatte kein Glück
50 Würfe - kein Neckarsulmer Treffer. Fiasko beim Basketball
Auch Yannick versucht sich
Marvin war der Nächste, kritisch beäugt von Co-Trainer Aydin Cengiz
EIn Treffer - freie Auswahl - nur leider gab es einen Treffer
Aber die Einstellung stimmte bei unseren Jungs
Nächste Disziplin: Bogenschießen
Sussi hat die Ballons im Visier