11.04.13 - Nachbetrachtung zur Pokalsensation gegen Ulm
 
*** Was war das für ein Pokalspiel! 1200 Zuschauer und das eingeweihte neue Pichterich-Flutlicht, das Kompliment auf Kompliment einheimste, gaben der Begegnung gegen Ulm einen würdigen Rahmen. Und neben unseren Jungs waren die NSU-Fans und -Zuschauer ohne jeden Zweifel ein weiterer Gewinner des Abends. Wie sehr sie unsere Jungs nach vorne gepeitscht haben, wie sie sie unterstützt haben, das hat man im Unterland in dieser Form sicher in den letzten Jahren nicht mehr erlebt ("nachzuhören" auch auf den Videos zum Spiel). Team und Fans waren am Dienstagabend eine komplette Einheit. Deswegen möchten wir uns in aller Form bei jedem einzelnen Zuschauer ganz herzlich bedanken, ihr wahrt einfach unglaublich. ***

*** Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei jedem einzelnen Helfer, der am Dienstag dazu beigetragen hat, dass sich auch rund um den Rasen ein Fußballfest entwickelt hat. Wie schon beim Kickers-Spiel vor zwei Jahren lief auch das "Drumherum" wieder absolut reibungslos. Es ist toll zu sehen, dass unser Verein auch in kurzer Vorbereitungszeit in der Lage ist, ein solch tolles Event zu organisieren. Dafür nochmals an alle die mitgeholfen haben ein riesiges DANKESCHÖN.

Ebenfalls bedanken möchten wir uns für die zahlreichen Glückwünsche, die uns auf verschiedenstem Wege erreicht haben. Danke an alle Fans, Gönner, NSU-Abteilungen, anderen Vereine..., selbst vom Büro des Innenminsisters Reinhold Gall kam eine Gratulations-Mail. ***

*** Es sind oft die Kommentare nach einem Fußballspiel, die das Geschehene auf dem Platz treffend wiedergeben. Die Stimmen unserer Jungs haben Sie bereits gelesen, nun wollen wir auch noch die Ulmer zu Wort kommen lassen. Der verletzte Abwehrchef Daniel Reith beispielsweise stellte unmittelbar nach dem Abpfiff fest: "Wir haben die Chance unseres Lebens verspielt." Keeper und Kapitän Holger Betz sagte konsterniert: "Wenn man in 120 Minuten keinen Klassenunterschied erkennen kann, hat man einen Sieg auch nicht verdient." Ulms Vize-Präsident Georg Unbehaun war richtig frustriert: "Ich bin tief enttäuscht. Das ist ein Tiefschlag und der tut unheimlich weh. Wir hätten wohl noch drei Stunden spielen können ohne ein Tor zu schießen." Auch die Fans des Regionalligisten machen ihren Ärger in den einschlägigen sozialen Netzwerken Luft. Der User Cbu Klaus meint: "Jetzt weiß ich auch, warum Ulm ein Traditionsverein ist … weil sie traditionell jede kleine Chance ungenutzt lassen…" Axel Gagstätter schrieb: "Der erfolgreiche Abschluss blieb uns verwehrt. Auch weil in Neckarsulm ein Monster im Tor stand." Timo Schlenz schreibt: "Ich war es gewohnt, als Ulmer aufzustehen, ich mach das jetzt seit fast 17 Jahren mit. Aber das hatte schon ne ganz neue Qualität an Unvermögen." Und das Schlusswort wollen wir Pascal Sailer geben. Er schreibt auf der Facebook-Seite des "SSV-Archivs": "Das war leider der Beweis, dass eine Regionalliga-Mittelfeldmannschaft primär durch Athletik, Schnelligkeit und Physis überlegen ist - nicht aber unbedingt durch Spielkultur." Und auch der sympathische Trainer der Ulmer Paul Sauter war nach dem Spiel derart bedient, dass er an der eigentlich angesetzten Pressekonferenz nach der Begegnung nicht mehr teilnehmen wollte. ***

*** Eigens aus Mainz angereist war unser Stadionsprecher der Pokalpartie Jens Ademmer, der nach einhelliger Meinung aller Anwesenden einen fantastischen Job gemacht hat. Der frühere Hallensprecher von Handball-Zweitligist Leutershausen, ist ein ehemaliger Studienkollege unseres Sportdirektors Marco Merz, und versorgte das weite Rund nicht nur mit launig vorgetragenen Fakten, sondern sorgte auch immer wieder für Stimmung und Anfeuerung unseres Teams. Danke und toller Job, Jens! In diesem Zusammenhang auch noch ein Dank an Ayman, der für die musikalische Beschallung zuständig war. Und natürlich an unseren Osman, der gekonnt wie immer die Platzlinien zog. ***

*** Sehr hohe Wellen schlägt seit Tagen nicht nur unser Sensationssieg gegen Ulm, sondern auch die eigens dafür produzierte Rap-Hymne "Spiel des Jahres" des Neckarsulmer Rappers Brockmaster B. Da wir selbst extremst begeistert von dem Track sind, haben wir natürlich gehofft, dass diese Aktion für Aufsehen sorgen würde. Doch dass der Song derart abgehen würde, das haben wir so in keinster Weise erwartet. Allein das Video von Brockmaster wurde im Internet inzwischen mehr als 10.000-mal angeklickt. Eine grandiose Zahl, die uns mit großem Stolz erfüllt. Auch die Anzahl von fast 200 "Likes" auf unserem Bericht vom Einzug ins Pokalfinale hat uns sehr gefreut. ***

*** Bekanntlich Nerven wie Drahtseile hatten unsere Jungs beim Elfmeterschießen. Selbst Ulms Coach Paul Sauter kommentierte die Neckarsulmer Treffsicherheit vom Punkt mit den Worten "Hut ab!" Die Geschichten dahinter sind noch bemerkenswerter: Jörn Pribyl beispielsweise, der Schütze des entscheidenden Elfmeters hatte noch nie zuvor in seiner Karriere überhaupt einen Strafstoß geschossen, gleiches gilt für unseren Anfangsschützen Enzo Romano. Eine besondere nervliche Belastung hatten auch Marcel Oechsner und Dimi Gerlach, denn beide hatten in der Runde zuvor im Elfmeter-Krimi gegen den TSV Bad Boll noch vom Punkt verschossen… Wir können uns nur Paul Sauters Worten anschließen: Hut ab, Jungs! ***

*** Zu guter Letzt müssen wir uns aber auch noch entschuldigen. Leider war die Zuhörer-Kapazität unseres Sport-Union-Radios nicht ausreichend für die Pokalbegegnung. Leider nur 250 Hörer gleichzeitig konnten dabei sein, zeitweise einschalten wollten jedoch deren 700. Auf einen solchen Zuhörerstrom waren wir wahrlich nicht eingestellt und entschuldigen uns bei allen, die leider aufgrund der Zuhörer-Kappung keinen Zugang erhielten. ***

Damit wollen wir die direkte Berichterstattung vom "Wunder von Neckarsulm" auch beenden - und das ist gut so. Wir haben schließlich am Samstag mit dem FV Ingersheim schon wieder ein anspruchsvolles Heimspiel vor der Brust, außerdem müssen auch wir uns mal ein bissel erholen.. Ohne jammern zu wollen, die letzten Wochen .waren brutal! Aber es hat ja sich wirklich gelohnt. Daher zum guten Schluss auch noch: DANKE DAFÜR, JUNGS!