01.12.16 - Am Samstag in Spielberg - Marco Merz: "Das Beste am Schluss"
 

Am kommenden Samstag geht nun also dieses aus Neckarsulmer Sicht sportlich so erfolgreiche Fußball-Jahr 2016 endgültig zu Ende. Doch das letzte Oberliga-Spiel hält noch einmal eine große Herausforderung bereit, tritt die Sport-Union doch beim SV Spielberg an, der seit sage und schreibe zehn Spielen unbesiegt ist. Das Team aus dem Karlsbader Teilort hat sich damit nach durchwachsenem Start bis auf Platz sechs vorgearbeitet. Schon im Hinspiel bei unserer 2:3-Niederlage waren die Stärken der Spielberger Elf klar zu sehen: Das Team von Trainer Peter Hogen verfügt über ein ungemein geschlossenes Mannschaftsgefüge und ist eines der am dynamischsten nach vorne spielenden Teams der kompletten Oberliga.

Vor allem die beiden Offensivakteure Riccardo di Piazza (8 Saisontore) sowie Jan Malsam (6) haben zuletzt nachhaltig auf sich aufmerksam machen können, zudem steht mit Alexander Zimmermann ein routinierter Stoßstürmer im Kader, der in den letzten Jahren stets für 15 20 Saisontore in der Oberliga gut war. Als wäre die lange Erfolgsserie nicht schon Beleg genug für die Spielberger Stärke, hat der SVS letzte Woche beim 5:3 Sieg in Reutlingen eine weitere sportliche Duftmarke gesetzt. Keine Frage, der letztjährige Regionalligist wird mit breiter Brust und viel Tempo versuchen, die Punkte in der heimischen Bechtle-Arena zu behalten. Doch Thorsten Damm und seine Jungs werden sich mit aller Macht dagegenstellen und versuchen, dem Favoriten mit viel Einsatzwillen und Kampfbereitschaft ein Bein zu stellen.

Wir konnten uns im Vorfeld der Begegnung mit NSU-Sportdirektor Marco Merz über die anstehende Begegnung unterhalten.

 
 

Marco, zum Jahresabschluss geht es für unser Team am Samstag zum SV Spielberg. Es gibt aktuell sicherlich einfachere Gegner in der Oberliga, oder?

M.M.: (lacht) "Das Beste kommt zum Schluss" heisst es ja im Volksmund. Und in der Tat dürfen wir am Samstag beim aktuell erfolgreichsten Team der Liga antreten. Keine Mannschaft hat im Ranking der letzten zehn Spiele mehr Punkte geholt als der SV Spielberg: 26 von 30 möglichen Zählern, und dazu eine Tormaschine ohnegleichen- das ist sicherlich ein beeindruckendes sportliches Statement unseres kommenden Gegners. Der SV Spielberg ist aktuell sicherlich in den Sphären von Freiburg und Bissingen einzuordnen".


Beim Oberliga- Staffeltag im Juli hatte man bei Deinem Gedankenaustausch mit dem Spielberger Manager Bernd Stadler schon den Eindruck, dass Du diesen Verein sehr schätzt. Stimmt diese Beobachtung?

M. M.: "Ja, absolut. Denn ich verfolge den erfolgreichen sportlichen Weg des SVS seit Jahren mit größter Bewunderung und Anerkennung. Es ist einfach herausragend, dass es der SV Spielberg unter den örtlichen Rahmenbedingungen bis zur Oberliga-Spitze geschafft hat. Und dann wurde dies mit dem unglaublichen Regionalliga-Aufstieg sogar noch getoppt. Wenn es einen "Fußball- Oscar" geben würde - Spielberg wäre ein würdiger Preisträger!"


Und in welcher "Kategorie", um im Bild zu bleiben...?

M.M.: "Für die Erreichung des maximal Machbaren! Spielberg ist -und das meine ich absolut anerkennend- der Inbegriff eines "echten Dorfvereins", der seinen erfolgreichen sportlichen Weg ohne Großsponsor und ohne einer Ansammlung von Ex- Profis geebnet hat. Mit einem enormen örtlichen Zusammenhalt, einem herausragenden Management und sportlichem Know-How wurden die Erfolge der letzten Jahre erreicht. Der ganze Ort und all seine Gewerbetreibenden unterstützen diesen Verein.
Vereine wie Spielberg motivieren mich im Übrigen ungemein."


Inwiefern?

M.M.: "Aufgrund meiner familiären Wurzeln bin ich mehrmals im Jahr in einem der umliegenden Spielberger Nachbardörfer. Und immer wenn ich in den letzten Jahren durch Spielberg gefahren bin, wirkte dieses positiv- Beispiel ungemein stimulierend und motivierend auf mich. Denn es zeigte mir zu unseren damaligen Landesliga-Zeiten, was möglich sein kann. Spielberg war damals schon Oberligist. Solche Entwicklungsmöglichkeiten faszinieren mich ungemein. Der SV Spielberg ist daher so etwas wie eine "Erfolgs- Schablone" für viele anderen Vereine."