12.10.16 - Interview mit NSU-Neuzugang Marc Schneckenberger
 

Marc Schneckenberger hat vor der Saison den Anteil unserer „badischen Franktion“ in Neckarsulm erhöht. Vom FC Nöttingen an die Sulm gewechselt, zeigte unser Mittelfeldakteur von Beginn an, wie wichtig er für unser Team ist. Egal ob als Stratege, als technisch hochwertiger Vorbereiter oder gar als Schütze wichtiger Tore, Marc Schneckenberger ist im Mittelfeld unserer Sport-Union schlichtweg unverzichtbar. Das zeigt auch ein Blick auf die Spielstatistik, denn von der möglichen Maximalspielzeit von 1180 Minuten hat Marc gerade einmal 42 gefehlt. Keine Frage, Marc Schneckenberger ist von Beginn an in Neckarsulm angekommen und genießt, auch bei unseren Fans und Zuschauer hohe Wertschätzung. Wir konnten uns mit unsere Nummer 25 unterhalten.

 
 

Marc, wenn man Dich nach dem 2:2 letzten Samstag in Offenburg beobachtet hat, konnte man zu dem Schluss kommen, dass Du nicht wirklich mit dem Ergebnis zufrieden warst?

M.S.: Ohje, das war eher der Erschöpfung geschuldet (lacht). Aber Spaß beiseite, ich denke mit dem Unentschieden in Offenburg unzufrieden zu sein, wäre übertrieben. Ich bin der Meinung dass unsere Leistung beim OFV absolut OK war und auch verdientermaßen mit einem Punkt belohnt wurde. Natürlich hätten wir mit etwas Glück auch zwei Zähler mehr holen können, doch ich denke insgesamt können wir mit unserem Auftreten und dem Unentschieden gut leben.

 

Allgemein stehen wir aktuell mit 18 Punkten aus 12 Spielen auf dem 8. Tabellenplatz. Wie beurteilst Du den bisherigen Saisonverlauf?

M.S.: Zunächst denke ich dass sich die allgemeine Einschätzung bewahrheitet hat, dass die Oberliga in dieser Saison sehr stark und ausgeglichen ist. Nachdem wir es zunächst ja mit einem sehr schweren Auftaktprogramm zu tun hatten, haben wir inzwischen quasi gegen Mannschaften aus allen Tabellenbereichen gespielt. Gerade die letzten Spiele haben aus meiner Sicht gezeigt, dass wir uns weiterentwickelt haben. Daher stehen wir meiner Meinung nach auch zurecht auf dem 8. Platz. Aber ausruhen dürfen wir uns darauf keinesfalls, denn man hat ja irgendwie immer noch die letzte Saison im Hinterkopf, als am Ende gleich sechs Mannschaften absteigen mussten. Auf unsere Platzierung und vor allem die Leistung der letzten Wochen können wir aber sicher aufbauen.

 

Du selbst bist Führungsspieler und unverzichtbarer Bestandteil des Teams. Wie bist Du selbst mit Deiner bisherigen Saison zufrieden?

M.S.: Die Rückrunde der letzte Saison in Nöttingen war schwierig für mich, verletzungsbedingt habe ich weitaus weniger Spiele absolviert, als ich das selbst von mir gewohnt war. Daher war es sportlich zu Beginn nicht ganz einfach für mich in Neckarsulm. Allerdings hat mir die Mannschaft sehr geholfen und mir die Eingewöhnung sehr einfach gemacht. Auch die Spielphilosophie und Trainingsarbeit von Thorsten Damm kommt mir sehr entgegen. Es macht einfach richtig Bock in diesem Team zu kicken.

 

Auch Deine drei bisher erzielten Tore können sich absolut sehen lassen. Ist das bisher Deine Top-Torquote und wie viele Treffer sollen es bis Saisonende noch werden?

M.S.: Also meine Saison-Torquote waren meines Wissens sechs Treffer, das ist aber schon einige Jahre her (lacht). An diesen persönlichen Rekord heranzukommen wäre natürlich super. Wobei ich sagen muss, dass es für mich keinesfalls die oberste Priorität hat, möglichst viele Tore zu schießen. Der Erfolg des Gesamtgefüges steht ganz klar über allem. Wobei es natürlich schon Spaß macht wenn wir erfolgreich sind und ich dabei den ein oder anderen Treffer beisteuern kann.

 

Du hast ja schon bei Vereinen in höheren Ligen Erfahrung gesammelt, wie würdest Du die Sport-Union im Gegensatz dazu charakterisieren?

M.S.: Insgesamt betrachtet finde ich, hier läuft vieles in die richtige Richtung. Man merkt, in Neckarsulm haben ganz viele Leute im Verein absolut Bock auf die Oberliga. Auch in punkto Außendarstellung sind wir auf einem richtig guten Weg.

 

Was macht Dich optimistisch, dass wir das gesteckte Ziel „Klassenerhalt“ tatsächlich am Ende auch realisieren werden?

M.S.: Aus meiner Sicht haben wir aus dem schweren Auftaktprogramm die richtigen Schlüsse gezogen. Wir haben auch danach die jeweiligen Spielkonstellationen angenommen und uns trotz zahlreicher Verletzungen insgesamt gut präsentiert. Mut macht mir vor allem, wie wir in den letzten Woche gespielt haben. Aber nochmals, in der Oberliga geht es so eng zu, dass quasi jedes Spiel auf Messers Schneide steht. Daher müssen wr auch weiterhin in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen, oder darüber hinaus


Danke Marc, für dieses interessante Interview.