21.09.16 - Am Samstag anspruchsvolle Aufgabe in Sandhausen
 

Und weiter geht´s. Nach dem deutlichen 4:0-Pflichtsieg gegen Tabellen-Schlusslicht Spvgg Neckarelz wartet am kommenden Samstag beim U23-Team des SV Sandhausen eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe auf unser Oberliga-Team.

 
 

Der Nachwuchs des Zweitbundesligisten belegte in der vergangenen Oberliga-Saison als Aufsteiger einen respektablen 10. Platz. Wie allerdings bei den U23-Teams von Proficlubs Usus, gab es auch beim SVS II vor der aktuellen Saison eine erhebliche personelle Umwälzung. 13 Spieler verließen den Club, (am meisten schmerzt die Sandhäuser sicherlich der Abgang von Torjäger Streli Mamba) - 16 Neue kamen. Natürlich braucht es, gerade bei einem solch jungen Kader, Zeit, bis die allgemeinen Fußball-Automatismen greifen. Kein Wunder also, dass die Sandhäuser in den ersten beiden Saisonspielen punktlos blieben. Danach lief es jedoch besser und es gelangen dem SVS-Nachwuchs u. a. zwei Siege gegen Neckarelz und Göppingen, gegen den KSC II erreichte man ein Remis. Daher spricht Sport-Union Trainer Thorsten Damm, im Übrigen ehemaliger Sandhäuser, auch mit großem Respekt vom kommenden Gegner: „Wir treffen am Samstag auf eine typische 2. Mannschaft in der Oberliga. Sehr jung, dynamisch und spielerisch stark.“ Alles Attribute im Übrigen, die auch auf die U23 der Stuttgarter Kickers zutreffen – und gegen diese gab es vor anderthalb Wochen eine 0:3-Heimpleite für das Pichterich-Team…

Was also tun, dass am Samstag in Sandhausen kein unerwünschtes Deja-Vu-Erlebnis gibt? „Es gibt zwei Ansätze, entweder die gegnerischen Stärken annehmen und von Anfang an mit Vollgas dagegenhalten oder den Gegner erst einmal machen lassen und dann mit voller Routine zuschlagen“, so Thorsten Damm, der die Antwort gleich nachschiebt: „Das Optimale ist wahrscheinlich eine gesunde Mischung aus beidem.“

Für den Neckarsulmer Trainer ist die Begegnung auch eine Rückkehr zum Ex-Verein, war der er doch drei Jahre lang Co-Trainer beim SVS: „Das ist im Profibereich eine recht lange Zeit“, blickt Thorsten Damm zurück. „Und das waren schon sehr intensive Jahre, in denen mit dem Zweitliga-Aufstieg der größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert werden konnte. Ich habe in dieser Zeit aber auch vier Trainer und zwei Manager erlebt.“

Mit aktuell sieben Punkte rangieren die Sandhäuser derzeit als Tabellenvierzehnter auf Schlagdistanz mit der Sport-Union. Ähnlich wie unser Team haben auch die Gastgeber als Saisonziel den Klassenerhalt ausgegeben - es ist am Samstag also ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten. Sandhausens Trainer Kristjan Glibo legt viel Wert darauf, seinem Team, das ein Durchschnittsalter von 20 Jahren aufweist, möglichst viel von seiner Spielphilosophie mitzugeben. Diese basiert auf Dynamik und systemische Variabilität. Eine offene Frage ist natürlich auch der Einsatz von Profis beim SVS, was in der vergangenen Woche gegen den KSC II übrigens erstmals in dieser Saison der Fall war.

In diesem Spiel zweier ausgeglichenen Mannschaften werden kleine Details über Sieg und Niederlage entscheiden. In allererster Linie ist also höchste Konzentration in allen Mannschaftsteilen angesagt. Doch für Thorsten Damm ist etwas ganz Entscheidendes noch wichtiger, als die Qualität des Auftritts seiner Mannschaft im Walter-Reinhard-Stadion: „Die Phase, in der wir mit aller Macht und eher unabhängig vom Ergebnis unsere Oberliga-Tauglichkeit beweisen wollten sind nun endgültig vorbei. Jetzt zählt in allererster Linie zu punkten.“ Heißt für den Samstag in Sandhausen: Möglichst nicht mit leeren Händen die Heimreise anzutreten.