05.11.16 - So sieht es der Gegner: Vor dem Spiel in Reutlingen
 
(c) Reutlinger General-Anzeiger vom 04.11.16
 

Class-Schützlinge erwarten heute die Neckarsulmer SU. Fragezeichen hinter Eiberger und Hartmann

SSV Reutlingen in Habachtstellung

VON MANFRED KRETSCHMER

REUTLINGEN. Platz neun in dem 18er-Feld der SSV Reutlingen hat sich in der Fußball-Oberliga im Tabellen-Mittelfeld festgesetzt. Mehr dürfte in dieser Saison nicht drin sein, das betonen auch die Verantwortlichen des Clubs seit Monaten gebetsmühlenartig. Wenn man sich die verrückte Saison 2015/16 zu Gemüte führt, wird schnell klar, dass jedes Team gut beraten ist, sich in dieser ausgeglichenen Spielklasse ein Polster zu verschaffen. Der SSV hat 21 Punkte auf dem Konto, der Sechstletzte Offenburger FV 17. Im Klartext: Bei sechs möglichen Absteigern so viele Mannschaften mussten in der Vorsaison den Weg in die Verbandsliga antreten befinden sich die Reutlinger in Habachtstellung.

Habachtstellung auch deshalb, weil der SSV in den beiden letzten Vorrunden-Begegnungen schwere Aufgaben zu lösen hat. Am heutigen Samstag (14.30 Uhr) kommt mit der Neckarsulmer SU ein enorm spielstarker Aufsteiger an die Kreuzeiche. Neckarsulm ist mit 26 Zählern Fünfter und bezwang am vergangenen Samstag Spitzenreiter SC Freiburg II mit 1:0. Nächsten Samstag reisen die Reutlinger nach Pforzheim zum 1. CfR, der momentan Dritter ist und Aufstiegsambitionen anmeldet.

SSV-Trainer Jochen Class hat sich vorgenommen, nicht über das fehlende Personal zu klagen. »Wir werden elf Spieler aufbieten.« In der Nacht von Freitag auf Samstag werde er an der Aufstellung basteln. Neben den Langzeitausfällen stehen dicke Fragezeichen hinter dem Mitwirken von Pierre Eiberger und Lukas Hartmann. Mittelfeldantreiber Eiberger musste am Dienstag im Pokalspiel in Öhringen (2:1-Sieg) nach einer Viertelstunde wegen einer Leistenverletzung raus. Innenverteidiger Hartmann stand in Öhringen wegen einer hartnäckigen Sprunggelenk-Blessur nicht zur Verfügung.

Der in Hollenbach gesperrte Maximilian Rohr darf gegen Neckarsulm wieder mitmischen. Und der zuletzt krankheitsbedingt fehlende Tarik Serour kehrt voraussichtlich in den Kader zurück.

Neuling Neckarsulm fiebert dem Auftritt beim SSV entgegen. »Auf das Gastspiel in Reutlingen freuen wir uns ganz besonders«, heißt es auf der NSU-Homepage. Trainer Thorsten Damm sagt: »Wir haben schon in Offenburg erlebt, wie stimulierend es ist, in solch einer tollen Arena zu spielen. Das kann Einfluss auf die Begegnung haben.« Bitter für Neckarsulm: Martin Hess, mit elf Erfolgen die Nummer eins in der Oberliga-Torschützenliste, fällt längere Zeit aus. Er musste gegen Freiburg wegen einer Schambeinverletzung vorzeitig raus. (GEA)