20.03.17 - So sah es der Gegner: NSU vs. Ravensburg 0:3

 
(c) Schwäbische Zeitung vom 20.03.17
 

FV Ravensburg bleibt an der Spitze dran

FV gewinnt in der Fußball-Oberliga bei der Neckarsulmer Sport-Union mit 3:0

Der FV Ravensburg hat am Samstag in der Fußball-Oberliga beim Tabellendritten Neckarsulmer Sport-Union mit 3:0 gewonnen. Die Mannschaft von Wolfram Eitel bleibt damit als Vierter weiter in Kontakt zur Tabellenspitze.

Auf dem kleinen Kunstrasenplatz in Neckarsulm neutralisierten sich beide Teams in der ersten Halbzeit. Für die Stürmer gab es kaum ein Durchkommen und damit keine Torchancen. „Es war zunächst ein zerfahrenes Spiel mit viel Kampf und viel Leidenschaft“, sagte Ravensburgs Trainer Wolfram Eitel, „und eher für Taktikfreunde interessant.“ Ravensburg ließ zumindest hinten nichts zu und verteidigte als Mannschaft gut. Torhüter Haris Mesic bekam nichts zu tun. Die einzige nennenswerte Chance hatte der FV in der 30. Minute durch Rahman Soyudogru, der einen Ball von Sebastian Reiner sauber annahm und schnell abzog, aber der Schuss ging knapp am langen Pfosten vorbei.

Chancenplus für Ravensburg

„Es war klar, dass die Mannschaft, die das erste Tor macht, als Sieger vom Platz geht“, sagte Eitel über das enge Spiel. In der zweiten Halbzeit machte Ravensburg mehr Druck und hatte insgesamt ein Chancenplus. Zunächst tankte sich Jona Boneberger sauber durch, Neckarsulm klärte aber gerade noch. In der 63. Minute ging der FV dann verdient in Führung. Sebastian Reiner spielt den Ball nach rechts, Harun Toprak verlängert mit dem Kopf zu Robert Henning, der bis zur Grundlinie durchläuft und zurücklegt auf Steffen Wohlfarth, der das 1:0 für Ravensburg markiert.

Nach der Ravensburger Führung kamen die Hausherren zweimal gefährlich vors FV-Tor. Sebahattin Öztürks Schuss ging knapp am Ravensburger Tor vorbei. Einen Versuch von David Gotohac entschärfte Ravensburgs Torhüter Haris Mesic mit einer Glanzparade. Rahman Soyudogru und Steffen Wohlfarth hatten für die Ravensburger weitere Chancen, konnten aber zunächst nicht nachlegen.

In der 87. Minute blieb ein Neckarsulmer Spieler nach einem Zweikampf im eigenen Strafraum am Boden liegen. Der FV spielte dennoch weiter, über Toprak kam der Ball zu Reiner, der zum 2:0 ins lange Eck traf. Die Hausherren reklamierten, der Ball hätte ins Aus gespielt werden müssen. „Im Regelwerk steht klar, dass der Schiedsrichter das Spiel unterbricht und es gab schon mehrere Aktionen in dem Spiel, in denen wir den Ball rausgespielt haben und der Spieler dann nichts hatte“, sagte Eitel dazu. Der Schiedsrichter sei direkt daneben gestanden und hätte entschieden, nicht zu pfeifen. „Dass sich der Gegner dann aufregt, ist klar“, sagte Eitel weiter. In der Schlussminute bediente Harun Toprak nochmal Torjäger Wohlfarth, der zum 3:0 traf. „Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen, aber der Auswärtssieg war verdient“, sagte der FV-Coach.

Neckarsulmer Sportunion – FV Ravensburg 0:3 (0:0) – Tore. 0:1 (63.) Steffen Wohlfarth, 0:2 (87.) Sebastian Reiner, 0:3 (90.) Steffen Wohlfarth – FV: Mesic - Fiesel, Mähr, Altmann, Henning - Boneberger (81. Zimmermann), Jeggle (56. Hörtkorn), Reiner, Toprak, Soyudogru (90. Bonelli), Wohlfarth – Schiedsrichter: Tobias Eisele – Zuschauer: 100.

 
 
 
(c) Südkurier vom 20.03.17
 

Verfolgerduell gewonnen und Ravensburg ist jetzt Vierter

Der FV Ravensburg gewinnt in Neckarsulm mit 3:0. Fußball-Oberligist verbessert sich damit auf den Tabellenplatz vier. Diskussionen ums 2:0 in Neckarsulm.

Fußball-Oberliga: Neckarsulmer Sport-Union – FV Ravensburg 0:3 (0:0). – „Aufgrund der klareren Torchancen war der Sieg verdient“, freute sich der Ravensburger Trainer Wolfram Eitel nach dem Erfolg beim Tabellendritten. Vor allem das Defensivverhalten seiner Mannschaft stimmte Eitel zufrieden. Bis die drei Punkte aber unter Dach und Fach waren, gab es aber 90 intensive, spannende und teils umstrittene Minuten.

Großer Streitpunkt war die Entstehung des zweiten Ravensburger Treffers. Zuvor hatte der FVR nach Eitel Aussage bereits mehrmals den Ball ins Aus gespielt, ohne dass ein am Boden liegender Neckarsulmer Spieler dann auch behandelt wurde. In der 87. Minute spielten die Gäste deshalb weiter, als wieder ein NSU-Kicker am Boden lag. Da auch der Schiedsrichter das Spiel bewusst weiterlaufen ließ, wollte Eitel seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, dass sie ihren Angriff zu Ende spielte und Sebastian Reiner das 2:0 erzielte.

Lange Zeit sahen die lediglich 100 Zuschauer auf dem kleinen Kunstrasen eine zerfahrenes Partie. „Es war sehr umkämpft und hektisch. Neckars-ulm stand tief, wir hatten viel Ballbesitz“, schildert Eitel. Aufgrund des engen Spielfeldes sorgten die meisten Standardsituationen und einige lange Bälle für Gefahr. Richtig brenzlig wurde es aber auf beiden Seiten selten. Aus dem Spiel heraus gab es nur wenige Möglichkeiten. Die beste für den FVR vor der Pause hatte Rahman Soyudogru, der nach Vorarbeit von Jascha Fiesel das Leder aber nicht richtig traf.

In der zweiten Halbzeit blieb das Verfolgerduell ein umkämpftes Spiel. „Man hat gemerkt, dass die Mannschaft, die das erste Tor macht, wohl das Spiel gewinnt“, sagt Eitel. Während Soyudogru den erlösenden Treffer verpasste, machte es Sturmkollege Wohlfarth besser und vollendete eine Ballstafette über Sebastian Reiner, Harun Toprak und Robert Henning aus kurzer Distanz. Neckarsulm hatte in der Folge zwei gute Ausgleichschancen. Einmal zielte Sebahattin Öztürk zu ungenau und in der 82. Minute fischte FV-Torspieler Haris Mesic einen Schuss von David Gotovac aus dem Winkel.

Für die Ravensburger vergab Wohl-farth zwei Mal die Entscheidung, ehe Reiner aus dem Gewühl heraus die Vorentscheidung gelang. Für die große Aufregung um die Entstehung dieses Treffers zeigte Wolfram Eitel zwar Verständnis, sagte aber auch: „Es steht nicht umsonst im Regelwerk, dass der Einzige, der das Spiel unterbrechen kann, der Schiedsrichter ist.“ Und der stand dicht am Geschehen und hatte keine Veranlassung dazu gesehen. In der Schlussminute erhöhte Wohlfarth sogar auf 3:0, was laut Eitel ein zu hohes Endergebnis war.

Der Ravensburger Trainer freute sich für den Kapitän über dessen zwei Tore. „Das hat er gut gemacht. Dort, wo er stand, musst du als Stürmer stehen.“ Der Sieg, durch den der FV Ravensburg auf Rang vier kletterte, sei knapp, aber verdient gewesen, fügte Wolfram Eitel an. – Tore: 0:1 (63.) Wohlfarth, 0:2 (87.) Reiner, 0:3 (90.) Wohlfarth. – Schiedsrichter: Tobias Eisele (Münchingen). – Zuschauer: 100.

FV Ravensburg: Mesic, Henning, Mähr, Altmann, Fiesel, Toprak, Jeggle (56. Hörtkorn), Reiner, Boneberger (81. Zimmermann), Wohlfarth, Soyudogru (90. Bonelli).