09.09.16 - So sieht es der Gegner: Vor dem Spiel in Ravensburg
 
(c) Schwäbische Zeitung vom 09.09.16
 

Nach der Pflicht folgt für den FV die Kür

FV Ravensburg spielt in der Oberliga gegen Neckarsulm – Toprak und Soyudogru kommen besser rein

Ravensburg tk Die Pflichtaufgabe im Verbandspokal ist erfüllt, nun folgt in der Fußball-Oberliga wieder die Pflicht. Der FV Ravensburg hat am Samstag um 15.30 Uhr im Stadion im Wiesental den Aufsteiger Neckarsulmer Sport-Union zu Gast.

Durch den 4:1-Sieg am Mittwochabend beim Landesligatabellenführer FC Ostrach sind die Ravensburger ins Achtelfinale des Fußball-Verbandspokals eingezogen. Dort trifft der Titelverteidiger auf den Regionalliga-Aufsteiger SSV Ulm 1846. „Für uns ein Highlight“, freut sich FV-Trainer Wolfram Eitel auf das Heimspiel. „Wir haben in den vergangenen Jahren packende Spiele in Ulm und zu Hause gehabt.“ Gespielt werden sollen die Achtelfinals am 1. November, es wird aber wohl Verschiebungen geben.

Bis dahin gilt die ganze Aufmerksamkeit des FV der Oberliga. „Das Pokalspiel in Ostrach war eine Bestätigung für die gute Leistung in den vergangenen Wochen und die ansteigende Formkurve“, freut sich Eitel. Viele Rückschlüsse für das Duell in der Liga gegen den Aufsteiger Neckarsulmer Sport-Union hat der FV-Trainer aus dem Spiel in Ostrach aber nicht ziehen können. „Das wird eine ganz andere Kategorie“, ist sich Eitel sicher. In der vergangenen Saison trafen beide Mannschaften im Verbandspokal aufeinander, der FV gewann mit 1:0. „Das“, sagt Eitel im Rückblick, „war aber mit das schlechteste Spiel von uns im Pokal.“ Zweimal hat Eitel die NSU beobachtet. „Sie haben vorne sehr schnelle Stürmer.“

Gegen den Aufsteiger wollen die Ravensburg dennoch die drei Punkte zu Hause behalten. Möglicherweise mit Harun Toprak von Beginn an. Gegen Ostrach machte Toprak zwei Tore, auch Rahman Soyudogru kam mit einem Treffer nach seiner Verletzung zurück. „Bei beiden reicht es noch nicht für 90 Minuten“, meint Eitel. „Sie sollen das Pensum und die Belastung langsam steigern.“ Steigern muss sich in den Augen des Trainers der FV-Zugang Alexander Gorte . Seine Leistung in Ostrach sei in Zusammenarbeit mit Maschkour Gbadamassi und Moritz Jeggle gut gewesen. „Aufgrund seines Alters habe ich bei ihm aber höhere Erwartungen, er muss noch draufpacken“, sagt Eitel zum 28-jährigen Gorte.

Zehn Jahre jünger ist Felix Schäch, der zuletzt regelmäßig getroffen hat. „Er hat im Pokal kein gutes Spiel gemacht“, so Eitel. „Aber wer in einem schlechteren Spiel immer noch ein Tor schießt und eins vorbereitet, kann so schlecht auch nicht gespielt haben“, ergänzt der Trainer lachend. Schäch sei sehr ehrgeizig und werde die Bodenhaftung nicht verlieren, glaubt Eitel.