07.08.16 - Nach dem 0:1 gegen Pforzheim: NSU-Coach Thorsten Damm im Interview
 

Das Oberliga-Debüt der Neckarsulmer Sport-Union brachte viele positive Aspekt doch die Punkte blieben beim abgezockten Gast aus Pforzheim. Wir haben uns direkt im Anschluss an die Begegnung mit NSU-Coach Thorsten Damm unterhalten.

 
 

Thorsten, kurz nach der 0:1-Niederlage gegen Pforzheim, wie ist Deine Gefühlslage?

T. D.: Ich bin natürlich enttäuscht. Wir haben gut ins Spiel gefunden, bekommen aus dem Nichts dann nach 20 Minuten das 0:1. Und danach hat uns Pforzheim bis zur Halbzeitpause schon gezeigt, dass in der Oberliga ein anderer Wind weht. In der zweiten Halbzeit sind wir dann mehr Risiko gegangen, und auch wenn der Gegner seine Gefährlichkeit mehrmals hat aufblitzen lassen, bin ich doch der Meinung, dass wir einen Punkt redlich verdient gehabt hätten.

 

Ist das so ein Spiel, dass mit dem Wort „Lehrgeld“ tituliert werden muss?

T. D.: Es scheint so. Mitte der ersten Halbzeit hat man schon gesehen, dass Pforzheim über eine überdurchschnittliche Oberliga-Mannschaft verfügt, einen Daminik Salz im Sturm kann man eben nicht komplett ausschalten. Das hat schon Regionalligist Walldorf letzten Mittwoch im Pokalspiel nicht geschafft. Dennoch hatten wir natürlich bis zum Ende die berechtigte Hoffnung, dass es noch zu einem Punkt für uns reichen könnte. Auch weil die Pforzheimer das 2:0 nicht gemacht haben. Wir hatten aber auch selbst zahlreiche Chancen, wenn ich an „Kappos“ Kopfball denke oder an Ouadie Barinis Schusschance und den Nachschuss von Marc Schneckenberger und natürlich Martins Elfmeter. Ich denke Pforzheim hätte sich am Ende nicht beschweren können, wenn das Spiel 1:1 ausgegangen wäre. So bekommen wir jetzt leider die Komplimente, aber nicht den einen Punkt, den wir uns erhofft hatten. Das ist schon etwas bitter.


Was ging Dir beim Elfmeter durch den Kopf?

T. D.: Ich habe den Elfmeter gar nicht gesehen. Seit einem verschossenen Elfmeter vor zwei Jahren in Göppingen habe ich mich bei eigenen Strafstößen stets umgedreht. Bis zum heutigen Tag haben wir seitdem alle unsere Strafstöße verwandelt. Vielleicht sollte ich als Konsequenz nun ab sofort wieder hinsehen.

 

Hast Du uns gegen dieses Oberliga-Spitzenteam denn allgemein auf Augenhöhe gesehen?

T. D.: In einigen Phasen und Elementen waren wir durchaus auf Augenhöhe. Wir waren in Schlagdistanz, keine Frage. Aber natürlich ist es nicht so einfach, die Pforzheimer mit ihren schnellen Spielern zu verteidigen. Auch wie die Gäste unter Druck den Ball gehalten haben, war schon stark. Wir müssen anerkennen, dass Pforzheim über Qualitäten verfügt, die uns noch etwas fehlen. Nichtsdestotrotz haben wir sehr ordentlich dagegen gehalten und mit unserer zweiten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Daher war die Niederlage am Ende schon etwas ärgerlich.