14.04.17 - So sieht es der Gegner: Vor dem Spiel gegen Offenburg
 
(c) Badische Zeitung vom 13.04.17:
 

Druck auf Offenburger FV und SV Oberachern wächst

OFV-Trainer Kai Eble fand kaum Worte, um die 0:1-Niederlage gegen den SSV Reutlingen zu erklären. »Ich bin immer noch sprachlos. Es war das beste Heimspiel unter meiner Regie. Wir hätten schon zur Pause mindestens 3:0 führen können«, ärgerte sich der Coach«, »und dann kassierst du kurz vor Schluss noch das 0:1. So ist Fußball.« Direkt nach dem Schlusspfiff hat er sich mit seiner Mannschaft zusammengesetzt, um die bittere Niederlage zu verarbeiten. »Die Köpfe waren leer, viele Spieler und auch ich waren richtig geknickt«, berichtete Eble, schickte aber gleich eine Kampfansage hinterher: »Wir geben nicht auf. Unser Ziel ist und bleibt Platz 15, den wollen wir mit aller Macht erreichen.«

Voraussetzung dafür ist aber, dass der OFV endlich auch auswärts punktet. Den kommenden Gegner Neckarsulm hat Eble zuletzt in Walldorf beobachtet und festgestellt, »dass der letzte Wille nicht mehr vorhanden ist, da es für die Mannschaft eigentlich um nichts mehr geht. Das könnte unsere Chance sein.« Eble schätzt die NSU als »sehr gefährlich in der Offensive, aber anfällig bei Kontern und im Umschaltspiel« ein. Verzichten muss der Coach für den Rest der Saison auf Max Chrobok (Außenbandriss), zudem ist der Einsatz von Artur Baitenger (Fersenverletzung) und Kapitän Marco Petereit (Muskelprobleme) äußerst fraglich.

 
 
 
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Offenburger FV muss erneut an seine Leistungsgrenze gehen

Fußball-Oberliga: Samstag beim Mitaufsteiger Neckarsulmer SU

Nach der bitteren 0:1-Niederlage gegen den SSV Reutlingen gastiert der Offenburger FV am Samstag (15.30 Uhr) beim Tabellenvierten Neckarsulmer Sport-Union, wobei das Team von Trainer Kai Eble im Kampf um den Oberliga-Klassenerhalt erneut alles in die Waagschale werfen muss.

»Wir hatten gegen Reutlingen bei zwei Pfosten- und einem Lattentreffer großes Pech. Hätte das Spiel noch eine Stunde länger gedauert, hätten wir vermutlich an diesem Tag trotzdem kein Tor erzielt. Es schien als sei das gegnerische Tor vernagelt«, fasst OFV-Trainer Kai Eble rückblickend die 0:1-Niederlage  enttäuscht zusammen und ergänzt: »Das spielentscheidende Gegentor in der 90. Minute war äußerst bitter.« Verschärft wurde die Situation im Tabellenkeller zusätzlich dadurch, dass der FC Astoria Walldorf II gegen Neckarsulm überraschend mit 3:1 gewann und damit den OFV vom viertletzten Tabellenplatz verdrängen konnte.

Hinspiel macht Mut

Dass der Offenburger FV am Samstag in Neckarsulm keineswegs chancenlos ins Rennen geht, beweist das 2:2 gegen den Mitaufsteiger im Hinspiel. Doch darf nicht übersehen werden, dass die Neckarsulmer SU als Oberliga-Neuling mit 49 Punkten und dem vierten Tabellenplatz inzwischen zu den spielstärksten Mannschaften der Liga zählt. Das Team überzeugte bisher durch große Standfestigkeit in der Defensive und durch eine sehr effektive Offensive. Großen Anteil am bisher so erfolgreichen Auftreten haben sicherlich auch herausragende Spieler wie der regionalligaerfahrene Marc Schneckenberger als Regisseur im Mittelfeld sowie der drittligaerfahrene Martin Hess in der Offensive.

Mutig auf Sieg spielen

»Wir werden trotz der Niederlage gegen Reutlingen nicht aufgeben und auch in Neckarsulm alles in die Waagschale werfen. Meine Mannschaft hat bewiesen, dass sie über die notwendige Qualität verfügt«, gibt sich Kai Eble weiterhin kämpferisch: »Wir müssen erneut an unsere Leistungsgrenze gehen, werden auf Sieg spielen, mutig auftreten. Für uns geht es weiterhin ganz klar um das Erreichen des viertletzten Tabellenplatzes.«

Chrobok und Baitenger fehlen

Allerdings muss Kai Eble bei der Mannschaftsaufstellung personelle Abstriche vornehmen, denn Max Chrobok und Artur Baitenger stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Hinter dem Einsatz von Adrian Vollmer und Marco Petereit steht noch ein Fragezeichen, denn beide sind nach wie vor aufgrund muskulärer Probleme angeschlagen. Möglicherweise wird Kai Eble alternativ zusätzlich auf zwei A-Jugendspieler zurückgreifen.

Autor: Jürgen Neff