06.10.16 - Am Samstag nach Offenburg zum Aufsteigerduell
 

Am kommenden Samstag führt uns der Oberliga-Spielplan in Südbadische zum Offenburger FV. Der freche Aufsteiger mischte die Oberliga zu Saisonbeginn geradezu auf, schnupperte nach dem 2:1-Sieg in Walldorf am 6. Spieltag sogar an der Tabellenführung. Und auch wenn das Team von Trainer Marc Lerandy danach in fünf Begegnungen keinen Dreier mehr feiern konnte, mit 14 Punkten (exakt zwei weniger als die Sport-Union) kann man ohne Zweifel von einem gelungenen Saisonstart beim OFV sprechen.

 
 

Die Offenburger Spielweise in der vergangenen Verbandsliga-Saison stand vor allem für Offensiv-Spektakel. Doch neben der gwohnten Angriffs-Power forderte der erst 34-jährige Coach Lerandry eine Klasse höher auch eine Weiterentwicklung von seiner Mannschaft: „Wir wollen variabler werden und müssen in der Lage sein, unser System auch während des Spiels in Abhängigkeit vom Gegner umzustellen.“ Worte, die auch von unserem Trainer Thorsten Damm hätten stammen können.

Apropos Marc Lehandry, das Ziel „Klassenerhalt“ scheut der Offenburger Coach wie der Teufel das Weihwasser. „Das hat so einen negativen Touch.“ Vielmehr will der Übungsleiter in erster Linie bereits erwähnten tollen und begeisternden Offensivfußball spielen lassen. „Das schließt ein, dass wir auch in der kommenden Spielzeit noch in der Oberliga vertreten sein wollen“, so der Offenburger Trainer. Letzte Woche in Reutlingen übrigens hat seine Mannschaft zumindest die Forderung nach Angriffsfußball grandios umgesetzt: Das 4:4 war geradezu ein Spektakel, wenngleich den Offenburgern die hohe Anzahl an Gegentoren sicherlich missfallen haben.

Was den Kader betrifft, so wurde in Offenburg das Gros des Meister-Teams zusammengehalten, verstärkt mit einigen Nachwuchstalenten sowie Keeper Dominik Bergdorf, der von Neu-Drittligist Sportfreunde Lotte nach Offenburg kam und sofort zum großen Rückhalt wurde. In der Offensive prägen Kapitän Marco Petereit sowie Top-Torschütze Keven Fegert (5 Treffer) die OFV-Aktionen. Allgemein stellen die Gastgeber mit einem Durchschnittsalter von 22,2 Jahren neben den U23-Teams der Proficlubs einen der jüngsten Kader der gesamten Oberliga. Sport-Union-Coach Thorsten Damm hat Respekt vor dem Offenburger Kollektiv: „Der OFV verfügt über einen sehr guten Spielaufbau und hat eine starke Raumaufteilung. Sie sind zudem sehr schwer zu verteidigen. Da benötigen wir eine klare taktische Ordnung und Mentalität, zudem wird viel Laufarbeit auf uns zukommen.“

Verletzungsbedingt ausfallen wird am kommenden Samstag definitiv Steven Neupert nach seinem Schädel-Hirn-Trauma, und auch hinter Marcel Gerstle steht aufgrund einer Muskelverletzung ein dickes Fragezeichen. Immerhin konnten die zuletzt angeschlagenen Marcel Busch, Seba Öztürk und Marvin Leonhardt in dieser Woche allesamt wieder voll mit der Mannschaft mittrainieren.

Was kommt am kommenden Samstag in Offenburg auf unsere Jungs zu? Eine schwere Auswärtsbegegnung, gegen einen Gegner, der ähnlich aufgedreht agieren wird wie die bekannten Duracell-Häschen. Vor allem wird die kommende Auswärtspartie auch eine Herausforderung an die konditionellen Fähigkeiten unserer Jungs darstellen. Dann der Rasen  des schmucken Karl-Heitz-Stadion in Offenburg ist mit 110 Metern Länge und 68 Meter Breite (Bundesliganorm: 105 x 68 Meter) eine der längsten Spielflächen in ganz Deutschland. Da wünschen wir unserem Team am kommenden Samstag doch einfach mal einen „guten Lauf“.  Und was soll am Ende des Tages herauskommen? „Ein Unentschieden würde ich sofort unterschreiben“, so Sport-Union-Coach Thorsten Damm.