20.08.16 - So sah es der Gegner: Oberachern - NSU 3:1
 
(c) Baden Online vom 22.08.16
 

SV Oberachern als Team zurück zum Erfolg

3:1-Heimsieg gegen Neckarsulm nach zwei Niederlagen in Folge / Petric, Sattelberger und Armbruster treffen

Nach zwei Niederlagen in Serie feierte Fußball-Oberligist SV Oberachern einen ebenso wichtigen wie verdienten 3:1-Heimerfolg über Aufsteiger Neckarsulmer Sport-Union.

SVO-Coach Thomas Leberer, der seine junge Truppe aus verschiedenen Gründen gleich auf mehreren Positionen verändert hatte, konnte nach dem Oberacherner 3:1-Heimsieg über Neckarsulm tief durchatmen: »Eine bewegte englische Woche ist zu Ende. Heute stand eine Mannschaft auf dem Platz, die als Team funktionierte. Wir ließen Neckars­ulm nie in ihr gewohntes Umschaltspiel kommen«, war der Fußball-Trainer sichtlich zufrieden.  

200 Zuschauern sahen im ersten Durchgang eigentlich nur eine aufregende Situation im Oberacherner  Strafraum, als Henrik Hogen zu Boden ging, Schiedsrichter Carl Höfer (Weissach im Tal) die Situation aber gut erkannte und dem Neckarsulmer Angreifer wegen »Schwalbe« die Gelbe Karte zeigte. Eine von vier, die der Aufsteiger im ersten Durchgang kassierte. Ansonsten war von den Gästen lange Zeit nicht viel zu sehen.

Bei Dauerregen war der SVO das aktivere Team. Erst scheiterte Fabian Herrmann an Marcel Susser im Neckars­ulmer Kasten (8.), dann rettete Marvin Leonhardt kurz vor der Linie gegen den Ober­acherner Sturmtank (29.). Nach 35 Minuten dann die verdiente Führung der Achertäler. Eine Hereingabe von Nico Huber setzte Domagoj Petric, der erstmals wieder von Beginn an ran durfte, am langen Pfosten stehend zum 1:0 in die Maschen. 

43 Minuten waren gespielt, da konnte der gute Susser einen fulminanten Schuss von Pascal Sattelberger aus gut 30 Metern gerade noch so mit den Fingerspitzen über das Gehäuse lenken.
Nach dem Wechsel war zumindest der Wille der Gäste unverkennbar, möglichst schnell den Ausgleich  zu erzielen. Die Versuche von Marius Klotz (49.) und Henrik Hogen (54.) waren aber insgesamt zu harmlos, um SVO-Schlussmann Christian Miesch ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. 

Dann traf Pascal Sattelberger mit einem Tor des Monats. Nach Vorarbeit von Gabriel Gallus setzte er den Ball mit der Hacke zum vielumjubelten 2:0 in die Maschen (60.). 

Acht Minute später keimte beim Aufsteiger noch einmal Hoffnung auf. Einen tückischen Freistoß aus halbrechter Position konnte Miesch, der ansonsten einen souveränen Eindruck hinterließ, nicht richtig unter Kontrolle bringen. Steven Neupert hatte keine Mühe, zum 1:2 abzustauben.

In Minute 75 fiel die Entscheidung für den SV Oberachern, als Felix Armbruster nach einer Sattelberger-Ecke und einer Kopfballverlängerung von Fabian Herrmann am langen Pfosten stehend zum 3:1 traf. 
Die Gäste steckten in einer von beiden Seiten zwar intensiv, aber nie unfair geführten Partie nicht auf, konnten die an diesem Tag gut funktionierende SVO-Defensive aber nie so richtig in Verlegenheit bringen. Ein Kopfball von Marius Klotz im Anschluss an die erste Ecke des Liganeulings strich über den SVO-Kasten. Das war es dann auch mit der Herrlichkeit der Württemberger. Deshalb blieb Gästecoach Thorsten Damm auch nichts anderes übrig, als von einem verdienten Sieg der Gastgeber zu sprechen: »Entscheidend war heute, dass wir einfach nicht mehr Chancen hatten, um mehr als dieses eine Tor zu schießen.«

Am kommenden Samstag (17.00 Uhr) führt die Reise der Achertäler zum Tabellenführer nach Pforzheim. Da gilt es, die gute Leistung gegen Neckarsulm zu bestätigen.   

SV Oberachern Neckarsulmer SU 3:1 (1:0)
Oberachern: Miesch Gülsoy, Armbruster, Kopf (88. Fritz), Huber, Petric (66. Weisgerber), Sattelberger (85. Decherf), Herrmann (78. Dörflinger), Gallus, Sert, Schwenk.

Neckarsulm: Susser Leonhardt (77. Barini), Kappes (53. Seybold), Klotz (85. Öztürk), Gerstle, Hogen, Gotovac, Busch, Neupert, Schneckenberger (85. Müller), Hess.

Schiedsrichter: Dr. Carl Höfer (Weissach im Tal) Zuschauer: 200.

Tore: 1:0 Petric (35.), 2:0 Sattelberger (60.), 2:1 Neupert (68.), 3:1 Armbruster (75.).

Autor: Richard Morgenthaler