20.08.16 - So sieht es der Gegner: Vor dem Spiel in Oberachern
 
(c) Homepage SV Oberachern vom 19.08.16
 

„In Reutlinger wird alleine mit spielerischen Mittel nichts zu holen sein“, sagte Oberacherns Coach Thomas Leberer schon vor der schweren Auswärtspartie beim SSV Reutlingen und er sollte einmal mehr Recht behalten, denn am Ende zog seine Mannschaft mit 0:2 den Kürzeren.

„Es war ein verdienter Sieg für das Reutlinger Team. Wir waren spielerisch eigentlich gut im Spiel, konnten uns aber zu selten bis zum  gegnerischen Strafraum durchkombinieren. Entweder fehlte die Präzision beim letzten Pass in die Tiefe, oder wir versuchten es zu stark durch das Zentrum, wo Reutlingen eh sehr kompakt stand. Oft hatte man das Gefühl, dass wir uns mit dem eigenen Ballbesitz zufrieden geben und mit zu wenig Entschlossenheit in Richtung Tor spielen. Mir war von Beginn an bewusst, dass unser Auftaktprogramm nicht einfach ist, dies hat sich leider bestätigt. Dazu kommt, dass unser Findungsprozess innerhalb der Mannschaft bei weitem noch nicht abgeschlossen ist und dies dann auch in so einem Spiel zu spüren ist“, so der SVO-Coach, der einige seiner Akteure auch in die Kritik nimmt: „Der eine oder andere Spieler stellt sich leider noch >über< die Mannschaft und hält sich wichtiger, anstatt das Gesamtkollektiv zu stärken. Dies müssen wir schnellstmöglich gemeinsam klären und lösen. Schaffen wir dies nicht, dann haben wir eine verdammt schwere Vorrunde vor uns“.

Im zweiten Heimspiel der Saison trifft man nun am Samstag auf den starken Aufsteiger, die Neckarsulmer Sport-Union, die erstmals in der Vereinsgeschichte ihre Visitenkarte im Oberacherner Waldseestadion abgeben wird. Der Verein entstand erst am Neujahrstag 2009 durch die Fusion der Sportvereinigung Neckarsulm 1946 mit den Sportfreunden Neckarsulm.

Durch die Finalteilnahme im WFV-Pokal 2012/13 und den Ausschluss von Dynamo Dresden wegen Fan-Ausschreitungen qualifizierte man sich für die erste Runde des DFB-Pokals 2013/14. 2013 stiegen die Fußballer der Neckarsulmer SU in die Verbandsliga Württemberg auf und schafften in der letzten Saison den Aufstieg in die Oberliga.

„Wie alle wissen, sind dies in der Regel starke Teams, die sich in der Oberliga sehr schnell an die veränderte Spielweise gewöhnen. Mein Kollege Thorsten Damm hat eine sehr erfahrene Truppe beisammen. Der bekannteste Spieler ist mit Sicherheit Bogdan Müller, der schon beim KSC oder Schalke 04 aktiv war. Dazu kommen Marc Schneckenberger von Nöttingen,  Robin Neupert von Waldhof Mannheim und hoffnungsvolle Talente wie Henrik Hogen oder Robin Klotz vom Regionalliga-Absteiger Neckarelz. Letzte Woche konnte man bei der hochgehandelten TSG Balingen einen 4:3 Auswärtssieg landen. Dies zeigt, wie stark der Aufsteiger aus Neckarsulm ist“, betont SVO-Coach Leberer, der hofft, dass sein Team seine Vorgaben umsetzen wird, kündigt aber auf alle Fälle dieses Mal Veränderungen an: „Es sind jetzt drei Partien mit fast der identischen Aufstellung gespielt. Da muss man schon mal den Strich ziehen und überlegen, ob dies von der personellen Besetzung her richtig war. Wenn dies nicht der Fall ist, dann ist es auch nur logisch, dass es Veränderungen geben wird“.