04.07.16 - Back to the roots - Robin Neupert zurück in Neckarsulm
 

Berufliche Perspektive ausschlaggebend für Rückkehr

 

Machen wir es kurz: Robin Neupert wechselt zur NSU!
Oder anders ausgedrückt: Der Neckarsulmer Jung, der in die Welt des großen Fußballs auszog, kehrt an seine alte Wirkungsstätte, in sein Revier, in seine Heimat zurück. Welcome back at the Pichterich, Robin!

 
 

Der 24-Jährige war in den letzten Jahren Spielzeiten immer mal wieder bei unseren Heimspielen zu Gast. Nicht nur, um seinen Heimatclub zu beobachten, sondern natürlich auch wegen seines Bruders Steven, der seit Jahren eine tragende Rolle im Neckarsulmer Mittelfeld ausfüllt. Und oft wenn er im Pichterichstadion zu Gast war, wurde er von unseren Fans umringt. Gewertschätzt. Bewundert. Er ist einer von ihnen, ein Neckarsulmer, der es im Fußball weit gebracht hat. Nach Hoffenheim, zu Preußen Münster und dem SV Waldhof Mannheim. In Neckarsulm hat er das Fußballspielen erlernt, bei seinen Trainern Hubert Habel und unserem aktuellen Platzwart Osman Yilmaz. Und sein Talent hat ihn weit gebracht… sehr weit. Der ganz große Weg bis hinauf in die ersten beiden Bundesligen blieb ihm zwar verwehrt – doch Robin Neupert war und ist in Neckarsulm DAS Vorbild für alle Nachwuchskicker.

So sagt folglich auch NSU-Sportdirektor Marco Merz: „Ich denke es wird in der gesamten Stadt eine große Freude herrschen, dass Robin wieder in Neckarsulm die Kickstiefel schnürt.“ Auch der Sportdirektor selbst ist sichtlich ergriffen vom Zustandekommen des Transfers: „In meinen Anfangsjahren in Neckarsulm so um das Jahr 2009 war Robin gerade Jungprofi in Hoffenheim. Ich kann mich noch genau an das damalige 1899-Stadionheft erinnern, an sein Profilbild mit dem strahlendblonden Seitenscheitel. Ich habe mir dann gedacht: Unfassbar, ein Neckarsulmer, der so hochklassig spielt. Und jetzt haben wir tatsächlich zusammengefunden.“ Und die Zusammenarbeit ist langfristig angesetzt. Robin Neupert hat einen Drei-Jahres-Vertrag bei der Sport-Union unterschrieben. Karriereende bei der NSU? Definitiv möglich. Zumindest ist es aber ein Zeitraum, der zweifellos das immense gegenseitige Vertrauen dokumentiert.

Doch all dies, über das wir gerade schreiben dürfen, wäre niemals möglich gewesen, ohne die glückliche Fügung unseres Oberliga-Aufstieges. „Steven hat uns schon im April signalisiert, dass wir in der Verbandsliga keine Chance gehabt hätten seinen Bruder zu verpflichten. Doch dann kam der Aufstieg und wir wollten die entstandene Chance dann mit viel Leidenschaft nutzen.“ Und dies gelang.

Robin Neupert und die NSU – es hat zusammengefunden, was traditionell zusammengehört. Natürlich, die Rückkehr in die Heimat war ein Grund für Robins Entscheidung, doch vor allem war ihm auch der berufliche Werdegang wichtig. „Robin hat uns signalisiert, dass wir uns intensiv um seine berufliche Perspektive bemühen sollen. Für ihn war entscheidend dies jetzt voranzutreiben, und nicht noch im Alter von 30 oder 35 Jahren eine Ausbildung zu beginnen.“

So hat die Sport-Union nicht nur einen exzellenten Defensivakteur verpflichtet, sondern eine echte Neckarsulmer Identifkationsfigur, über dessen Verpflichtung sich eine ganze Stadt freut. 

Stellt sich nur ein Problem: In Mannheim spielte Robin zuletzt mit der Nummer 23 auf dem Rücken, die hat in Neckarsulm aber seit Jahren sein Bruder Steven in Benutzung. Aber auch dafür werden die beiden sicher eine Lösung finden.

 
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