24.03.17 - So sieht es der Gegner: Vor dem Spiel in Neckarelz
 
(c) Rhein-Neckar-Zeitung vom 24.04.17
 

Neckarsulmer Sport-Union gastiert bei der Spvgg Neckarelz

Mit Spaß am Leid ins Ehemaligentreffen 

Von Heiko Schattauer

Mosbach-Neckarelz. Die Lage ist aussichtslos, die Stimmung trotzdem gut: Bei der Spvgg Neckarelz lässt man sich vom ernüchternden Blick auf die Tabelle der Fußball-Oberliga nicht runterziehen, im Tableu ist das ja ohnehin nicht möglich. Fünf Punkte aus 25 Rundenspielen stehen für das Schlusslicht auf dem Papier, in der kommenden Saison will man in der Verbandsliga einen Neuanfang starten.

"Das Leiden geht weiter", überschreibt Präsident Dr. Thomas Ulmer sein Grußwort im Stadionheft der SpVgg vor dem Spiel gegen Die Sport-Union aus Neckarsulm. Für die junge Mannschaft sei es schwer, die vielen Niederlagen zu verdauen, diagnostiziert der Allgemeinmediziner. Auf die Partie gegen den Tabellendritten freuen sich Ulmer und Trainer Marc Ritschel dennoch. In den Reihen der Sportunion stehen etliche ehemalige Neckarelzer - "fast eine komplette Mannschaft", so Ulmer. In der Tat: Marcel Gerstle, Bogdan Müller, Henrik Hogen Marius Klotz, Marc Schneckenberger, Macel Busch Pascal Marche und Marvin Leonhardt hatten allesamt auch schon das Neckarelzer Trikot an, teilweise auch noch mit dem jetzigen SpVgg-Trainer Marc Ritschel gekickt. "Vielleicht schießen sie ja ins falsche Tor", witzelt der vor dem Wiedersehen mit den alten Bekannten: "Im Ernst: Das wird sicher ein interessantes Duell". Personell kann der Coach nahezu aus dem Vollen schöpfen, lediglich Simon Fertig fällt aufgrund einer Muskelverletzung weiter aus.

Ritschel will auch nichts von leiden wissen: "Wir genießen jedes Spiel, wer weiß, wann wir wieder Oberliga spielen." Und vor 1000 Zuschauern zu spielen, wie jüngst in Reuttlingen, das mache auch dann Spaß, wenn man am Ende als Verlierer den Platz verlässt. Die Motivation im Team sei weiter gut, der vermeldete Einstieg von Stefan Strerath als sportlicher Leiter lasse Trainer und Team wieder optimistisch in die Zukunft blicken.

Die Gegenwart hat für Samstag zunächst mal einen starken Gegner parat: Im Team des Tabellendritten, wo Trainer Thorsten Damm gerade seinen Vertrag verlängert hat, steckt reichlich Regionalligaerfahrung und spielerisches Potenzial. Außerdem kommen die Neckarsulmer wohl mit einem "Hals" nach Neckarelz, die jüngste 0:3-Heimpleite gegen Ravensburg hat der ambitionierten Sportunion so gar nicht gepasst. Anpiff ist am Samstag um 15 Uhr im Elzstadion.