01.08.13 - Vorbericht: NSU vs. 1. FC Kaiserslautern
 
Es kommt was auf uns zu, am kommenden Samstag. Von den zahlreichen Herausforderungen der letzten Monate, ist das Gastspiel des 1. FC Kaiserslautern am kommenden Samstag (Anpfiff 15:30) mit Abstand die Anspruchsvollste.
 
 

Es kommt was auf uns zu, am kommenden Samstag. Von den zahlreichen Herausforderungen der letzten Monate, ist das Gastspiel des 1. FC Kaiserslautern am kommenden Samstag (Anpfiff 15:30) im DFB-Pokal mit Abstand die Anspruchsvollste.

Nach dem dritten Platz in der Vorsaison und dem Scheitern in der Aufstiegs-Relegation, möchten die Roten Teufel in dieser Saison nun endlich die Rückkehr ins deutsche Fußball-Oberhaus realisieren - und kein Experte zweifelt daran, dass dieses Vorhaben auch in die Tat umgesetzt wird. Nimmt man den Saisonstart in der 2. Bundesliga zum Maßstab, so sind die Aufstiegshoffnungen in der Pfalz ebenfalls mehr als berechtigt. Sowohl das 1:0 in Paderborn als auch der 3:1-Heimsieg gegen den FC Ingolstadt waren eine Demonstration der neuen Lauterer Stärke.

Vor allem zwei Neuzugänge haben bislang nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. Zum Einen der Ex-Osnabrücker Simon Zoller, der bereits drei Saisontreffer erzielen konnte, zum anderen der Finne Alexander Ring, der zusammen mit Karim Matmour die Lauterer "Doppel-Sechs" bildet und dem Spiel der Roten Teufel bislang nachhaltig seinen Stempel aufdrückte.

Neben dem außergewöhnlichen Lauteer Offensivpotential, das Spieler wie Olivier Occean und Mo Idrissou noch weiter anheben, zeigte sich auch die Defensive um Klasse-Keeper Tobias Sippel bislang außerordentlich sattelfest. So fällt es bei all den Stärken der Foda-Truppe schwer, Schwachpunkte zu finden. Vor allem in der ersten Begegnung gegen Paderborn immerhin, waren die Lauterer Angriffsbemühungen nicht immer zielgerichtet und konsequent genug - allerdings gegen einen Gegner auf Augenhöhe. Insgesamt fällt allerdings auf, dass der FCK in beiden Begegnungen stets selbst agiert hat und damit den Gegner zum Reagieren gezwungen hat. Dies wird am Samstag selbstverständlich genauso sein.

Kommen wir zu unserer Sport-Union. Man könnte meinen, dass es in unsere Kabine in dieser Woche kein anderes Thema als das Pokalspiel gegen den FCK gab. Doch weit gefehlt. "Wir haben eigentlich ziemlich wenig über Kaiserslautern gesprochen", lässt NSU-Keeper Marcel Susser überraschend verlauten. "Ich würde sagen, wir waren eher fokussiert und konzentriert auf die Trainingsarbeit, aber klar, mit jedem Tag, der vergeht, wird das Kribbeln größer."

Das Wort Vorfreude macht in Neckarsulm derzeit überall die Runde. Zwei Tag vor dem größten Spiel in unserer Vereinsgeschichte steigt die Lust auf die Pokalbegegnung nahezu ins Unermessliche. Dies liegt zum Einen an dem ansonsten eher grauen Fußballalltag in unserer Region, zum anderen an der zu erwartenden fünfstelligen Zuschauerkulisse, die alle Beteiligten elektrisiert. Personell allerdings ziehen derzeit schwarze Wolken über dem Pichterich auf. Denn mit unserem "Torminator" Sinan Andic und Mittelfeld-Stratege Jörn Pribyl drohen zwei absolute Schlüsselspieler am Sonntag verletzt auszufallen.

Doch Bange machen gilt nicht, denn egal welche elf Spieler am Samstag um 15:30 auf dem Platz stehen, jeder Einzelne wird weit über seine Schmerzgrenze hinausgehen. Sie werden Kampf, Leidenschaft, und den absoluten Willen an den Tag legen, und mit allen Mitteln versuchen, dem übermächtigen Gegner aus der Pfalz Paroli zu bieten. Und jede einzelne Minute, die es 0:0 steht, wird diese Charaktereigenschaften noch steigern. Denn eines ist spätestens seit letzte Saison bekannt: Wir verfügen über eine typische Pokal-Mannschaft, mit der Gabe in solchen Entscheidungsspielen über sich hinauszuwachsen.

Bei den zu erwartenden hohen Temperaturen wird es verdammt weh tun, doch wir wollen Kaiserslauternso lange wie möglich ärgern, wollen demonstrieren, dass wir uns zu recht für den DFB-Pokal qualifiziert haben. Am Samstag, 15:30 ist alle Vorgeplänkel Makulatur, es zählt nur noch auf dem Platz - elf gegen elf. Und selbst der haushohe Favorit aus der Pfalz muss erst einmal das Herz unserer Neckarsulmer Mannschaft brechen…