04.08.12 - 0:7 im Pokal-Abenteuer gegen den FCK -
Jungs, Ihr seid trotzdem unsere Pokalhelden!
 

0:7! Das Pokalwunder gegen den 1. FC Kaiserslautern war letztendlich ähnlich weit entfernt, wie die Erde vom Mond. Doch auch wenn vor allem unsere Spieler die Höhe des Ergebnisses richtig wurmte, so kamen allen Beteiligte irgendwann am Abend doch noch zu der Ansicht: Ja, das war gestern ein echtes Fußball-Pokalfest im Heilbronner Frankenstadion - und wir waren mittendrin.

Wie nicht anders zu erwarten, übernahmen die Roten Teufel vor 12.000 Zuschauer, davon 4000 Pfälzer, sofort die Initiative. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad lief das Leder zwar sofort wie am Schnürchen durch die Lauterer Reihen, allerdings fehlte zu Beginn die letzte Durchschlagskraft. Das lag auch an einer taktisch äußerst diszipliniert und mit "heißem Herzen" agierenden Neckarsulmer Mannschaft, die zudem mit Marcel Susser gestern einen Giganten im Gehäuse hatte.

So dauerte es bis zur 16. Minute, bis die Pfälzer zu ihrer ersten Chance kamen, doch Marcel Gaus drosch das Leder nach einer Flanke von Karim Matmour volley über das Gehäuse. Zwei Minuten später köpfte Willi Orban einen Monsterkopfball nur um Haaresbreite am Tor vorbei.

Nachdem der Unparteiische René Rhode der NSU nach tollem Solo des agilen Marcel Oechsner einen Freistoß zugesprochen hatte, zielte der Gefoulte selbst aus 25 Metern etwas zu hoch. Die Gäste aus der Pfalz wurden mit zunehmender Spieldauer sichtlich unzufriedener. So gab Trainer Franco Foda seinen Mannen in der 1. Trinkpause deutliche Worte mit auf dem Weg. Und seine Mannschaft hatte scheinbar verstanden, wenngleich das erste Tor der Kaiserslauterer durch einen Strafstoß fiel. Oliver Köhler hatte den Laufweg von Marcel Gaus gekreuzt und der ließ sich nach dem Kontakt clever fallen - ein klarer Elfmeter. Mo Idrissou ließ sich die Chance nicht entgehen und meinte im Vorbeigehen zu unserem Keeper Marcel Susser: "Das war ein Sch…-Ball, flach rein."

Wie zu erwarten war das 1:0 der Kaiserslauterer Türöffner. Drei Minuten danach zwang Markus Karl Susser zu einer Glanztat und auch einen Kopfball von Idrissou klärte unsere überragende Nummer 1 im Tor grandios mit den Fingerspitzen. Nach 37 Minuten war auch Marcel Susser ohne Chance, als Marcel Gaus in eine Flanke von Matmour spritzte und per Kopf zum 0:2 vollendete. In den restlichen acht Minuten gelang es der weiterhin aufopferungsvoll kämpfenden Neckarsulmer Mannschaft gegen den übermächtigen Gegner den Kasten sauber zu halten, so dass man mit dem 0:2 die Seiten wechselte.

Gerade einmal eine Minute war im zweiten Durchgang gespielt, als es erneut hinter Marcel Susser einschlug. Burak Mucan hatte den Ball im eigenen Strafraum nicht richtig unter Kontrolle bekommen, Karim Matmour stahl ihm das Leder vom Fuß und erhöhte auf 3:0. Spätestens jetzt war klar, am heutigen Tag gibt es gegen hervorragend auf unser Team eingestellte Roten Teufel nichts, aber mal rein gar nichts zu erben.

"Wir haben gegen Ulm und Heidenheim gespielt. Doch der FCK war aber noch einmal zwei wenn nicht gar drei Klassen besser", analysierte NSU-Coach Timo Böttjer. "Du rennst die ganze Zeit nur hinterher", meinte der Neckarsulmer Regisseur Engin Olgun. "Und wenn Du den Ball hast, ist er auch gleich wieder weg. Dann rennst Du wieder hinterher." Die Folge war ein logisches Nachlassen der Neckarsulmer Kräfte ab Minute 60.

So fielen die weiteren Treffer der Pfälzer, die sich mit dem inzwischen deutlichen Vorsprung nicht zufrieden gaben, quasi zwangsläufig. In der 67. Minute spitzelte Marcel Gaus, der sich damit für seinen gestrigen Geburtstag selbst beschenkte, ein Zuspiel von Florian Dick an Marcel Susser vorbei zum 0:4 in die Maschen. Dann kam die Zeit der beiden Lauterer Joker. Jeweils eine Produktion des eingewechselten Kevin Stöger auf den ebenfalls frisch ins Spiel gekommenen Olivier Occean führten zum 5:0 und 6:0 (75. und 76.). Den Schlusspunkt setzte erneut Idrissou, der eine Flanke von Heintz zum 0:7-Endstand verwandelte.

Fazit: Der Sieg der in allen belangen überlegenen Kaiserslauterer geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Grund zur Enttäuschung gibt es auf Neckarsulmer Seite aber keineswegs. Zum Einen können unsere Jungs noch ihren Enkelkindern von diesem Erlebnis vor 12000 Fans erzählen und auch die Organisatoren durften sich über einen reibungslosen Ablauf ohne Zwischenfälle freuen. Es war letztendlich ein rundum gelungenes Event.

Neckarsulmer SU: Susser – Köhler, Romano, Schaaf, Mucan – Gerlach, Neupert – Grunwald (46. Pribyl), Elser (63. Demir), Oechsner – Olgun (46. Elseg)

FCK: Hohs – Dick (74. Riedel), Simunek, Orban, Heintz – Matmour, Karl, Jenssen (64. Stöger), Gaus – Idrissou, Wooten (60. Occean)

Tore: 0:1 Idrissou (28., FE an Gaus), 0:2 Gaus (37., Matmour), 0:3 Matmour (47., Heintz), 0:4 Gaus (66., Dick), 0:5 Occean (75., Stöger), 0:6 Occean (76., Stöger), 0:7 Idrissou (83., Heintz)

Schiedsrichter: Rene Rohde

Zuschauer: 12.000

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Bilder (c) Heinz Schuischel - Danke Heinz
 
Sky-Reporter Markus Jestaedt und NSU-Co-Trainer Aydin Cengiz
Das Team des FCK inspiziert den Rasen im Franeknsatdion
Das Unparteiischen-Team
Und auch unsere Jungs kommen auf den Platz
Das Warmmachen
Der Lauterer Neuzugang Olivier Occean
Falsche Seite, Herr Kameramann
Unser Stürmer Volkan Demir an der Lauterer Bank
Unsere Jungs vor dem Spiel
Unser Capitano Dimi Gerlach (ja, das ist der, der nach jedem Training zur Nachtschicht muss) und FCK-Kapitän Mo Idrissou
12.000 Zuschauer säumten das Rund des Frankenstadions
Andrew Wooten zieht ab
Unsere Jungs boten den Lauterern, trotz des hohen Ergebnisses, einen bedingungslosen Kampf
Marcel Susser begeisterte Zuschauer und Experten gleichermaßen
Dominique Heintz flankt nach innen
Oli Köhler klärt
Steven Neupert und Oli Köhler gehen rustikal vor
Chance für Florian Dick
Marcel Susser in einer typischen Pose
Dimi Gerlach
Die Neckarsulmer Bank
Und hier die Lauterer Bank mit Trainer Franco Foda
Oli Köhler gegen Marcel Gaus
Enzo Romano kann klären
Mann, Herr Rhode, haben Sie uns am Anfang verpfiffen! :-) Nein, war nur Spaß, der Unparteiische zeigte insgesamt eine mehr als souveräne Leistung
Marcel klärt gegen... Schaafi???
Enzo köpft das Ding raus
Dicke Luft im Neckarsulmer Strafraum
Marcel schlägt ab
Zeigte eine starke Partie: Marcel Oechsner
Kopfballduell mit Schaafi und Mo Idrissou
Die erste Trinkpause. Spielstand 0:0
 
 
Oli Köhler
Marcel Susser klärt mit der Faust
Szene im Neckarsulmer Strafraum
 
 
Die verhängnisvolle Szene, die zum Elfmeter führte - wie man hier sieht ein klares Foul. Leider.
Unser Keeper ahnte das Eck, doch der Ball war zu scharf geschossen
Flo Grunwald im Zweikampf
Flanke des starken Marcel Gaus
Eine der seltenen Szenen vor dem Lauterer Gehäuse
Unser Stürmer Alex Elser klärt im eigenen Strafraum
 
 
Enzo gegen Mo Idrissou
Schaafi gegen Idrissou
Und immer wieder Marcel
Oli Köhler gegen Mod Idrissou, dahinter die rote Wand
Christian Schaaf gegen Andrew Wooten
Und immer wieder Mo Idrissou - ein Klassestürmer
Doch Marcel kann halten
Hier ist er aber machtlos - Marcel Gaus trifft zum 2:0
Nächste Lauterer Chance
Nächste Trinkpause
Und wieder drin das Ding: 3:0!
Lieber FCK, ihr könnt Euch glücklich schätzen, solche Fans zu haben!
Wahnsinn, was für ein Bild
Erneute Chance für den FCK
Und wieder segelt eine Flanke in unseren Strafraum
Marcel Susser hielt einfach überragend
Da gratuliert auch Schaafi
Gleich schlägt es wieder in unserem Kasten ein
 
 
Olivier Occean gegen Burak Mucan
Jörn Pribyl gegen Karim Matmour
Es waren auch zahlreiche Neckarsulmer mit blauen T-Shirts anwesend. Vielen Dank dafür!
Muskelkrampf bei Oliver Köhler
Der Lauterer Keeper David Hohs musste leider nur selten eingreifen
Olivier Occean köpft...
... und feiert das 5:0
Steven Neupert
Steffen "Bruce Lee" Elseg
Mist, das 7:0!
Burak Mucan
Unsere Bank, unser leider verletzter Torminator Sinan Andic sitzt auf der Tartanbahn
Erneut ist Oceean frei, doch diesmal ist Marcel Susser zur Stelle
Abpfiff - Aus und vorbei. Das Abenteuer DFB-Pokal ist für uns beendet
Marcel Susser wird von SWR-Mann Marius Zimmermann interviewt
Die Lauterer jubeln mit ihren Fans
Auch unsere Jungs jubelten mit ihren Fans
FCK-Vorstabd Stefan Kuntz (rechts) lud spontan unser komplettes Team auf den Betzenberg ein
Und dieser Herr hatte sichtlich Spaß