28.09.16 - Vor dem Spiel in Walldorf: Interview mit Marcel Busch
 

Nach der ansprechenden Leistung letzte Woche beim 1:1 gegen den SV Sandhausen treffen wir am kommenden Samstag auf einen weiteren Verein aus dem Badischen, den FC Astoria Walldorf II. Die Gäste spielten am Wochenende ebenfalls 1:1, hatten gegen den CfR Pforzheim aber Pech, dass sie in der 94. Minute einen Strafstoß nicht verwandeln konnten. Vor dem Duell gegen den FC-Astoria Walldorf II haben wir mit unserem Abwehrrecken Marcel Busch gesprochen, der vermutlich nach überstandener Verletzung am Samstag wieder im Kader unserer Sport-Union stehen wird.

 
 

Zunächst, wie enttäuscht warst Du, dass Du letzte Woche gegen Deinen Ex-Club Sandhausen nicht gespielt hast?
M. B.: Als ich das Sportgelände in Sandhausen betreten haben, kamen schon zahlreiche Erinnerungen hoch. Das Stadion, in dem wir letzten Samstag gespielt haben, war unser Trainingsplatz. Und als ich am Ende in der 2. Mannschaft aushalf, habe ich hier auch mein letztes Tor für den SVS geschossen. Natürlich hätte ich daher gerne mitgespielt am letzten Samstag.


Es gab ja auch einige erfreute einheimische Gesichter, als Du erblickt wurdest?
M. B.: Es ist ja kein Geheimnis, dass es in Sandhausen sportlich nicht optimal für mich gelaufen ist. Dennoch war es mir immer wichtig, jedem dort mit Freundlichkeit und Respekt zu begegnen. Es war schön zu sehen, dass mir am Samstag gleiches auch von den Sandhäuser zuteil wurde. Der aktuelle Trainer von Sandhausen II Kristjan Glibo war übrigens mein damaliger Mitspieler, mit dem ich mich sehr gut verstanden habe.


Abschließende Frage, Marcel. Hatte es eigentlich Konsequenzen, dass Du Dein Lauftraining vor dem Spiel in einer Sporthose des SV Sandhausen absolviert hast? Man munkelt von einer empfindlichen Strafe in die Mannschaftskasse?
M. B.: Da habe ich mir in der Tat einiges aus dem Mannschaftskreis anhören müssen. Und natürlich lasse ich mir noch etwas einfallen, wie ich diese „Schuld“ mannschaftsintern begleichen werde. Aber ich möchte in diesem Zusammenhang auch daran erinnern, dass beim letzten Heimspiel gegen Neckarelz zahlreiche meiner Teamkollegen mit Neckarelzer Sporttaschen erschienen sind… Jungs, da ist auch noch was offen. (lacht)


Hat der Wert des Punktes in Sandhausen auch etwas damit zu tun, wie das Spiel am Samstag gegen Walldorf II ausgeht?
M. B.: Das ist nicht die Art und Weise wie ich denke. Ich persönlich finde es grundsätzlich egal, gegen wen und wann wir gewinnen oder punkten – Hauptsache wir tun es. Ein Spiel dann mit einem anderen zu verknüpfen und gesamtheitlich zu sehen, fällt mir persönlich schwer. Wenn man bedenkt, dass die Sandhäuser mit fünf gestandenen Profis gegen uns angetreten sind, dann war das eine sehr gute Leistung von uns, die zurecht mit einem Punkt belohnt wurde. Und diesen Punkt haben wir, egal wie das Spiel am Samstag ausgeht. Natürlich hoffe ich, dass wir gegen Walldorf einen Dreier holen, aber selbst wenn wir vom Spielverlauf her gerecht unentschieden spielen ist das für mich auch OK.


Auf was für einen Gegner müssen wir uns am Samstag denn einstellen?
M. B.: Wir haben zuletzt in zwei Testspielen gegen Walldorf II gespielt und sie dort als typische U23-Mannschaft kennengelernt: Sehr schnell, laufstark und spielintelligent. Ich denke, der FC Astoria wird am Samstag absolut Vollgas gegen uns geben. Da müssen wir hellwach sein, und es diesmal besser machen, als vor zwei Wochen gegen die Stuttgarter Kickers II.


Wirst Du denn am Samstag gegen Walldorf wieder im Kader stehen?
M. B.: Ich habe am Montag und Dienstag bis auf die Zweikämpfe voll mittrainiert und war schmerzfrei. Am Donnerstag werde ich dann auch beim Abschlussspiel voll belasten und sollte ich dann ebenfalls keine Probleme habe, gehe ich davon aus, dass ich gegen Walldorf wieder im Kader dabei sein werde.