12.11.16 - "Henni" Birthday! -
Geburtstagskind Henrik Hogen bringt NSU gegen Hollenbach auf die Siegerstraße
 

In einem interessanten und intensiven Oberligaspiel hat unsere Sport-Union den FSV Hollenbach mit 2:0 bezwungen und konnte somit drei weitere wichtige Punkte für sich verbuchen. Doch auf dem Pichterich war weniger der aktuelle 4. Tabellenplatz Gesprächsthema Nummer eins. Vielmehr freute man sich über die 29 erreichten Punkte nach Abschluss der Vorrunde, die vor der Saison wohl nicht einmal die größten Optimisten vorausgesagt hätten: „„Klar, mit der Momentaufnahme können wir derzeit sehr zufrieden sein. Wir haben verinnerlicht, wie stark diese Oberliga ist und dass man von Spiel zu Spiel denken muss“, sagte dann auch Trainer Thorsten Damm. „Aber noch stehen in diesem Jahr drei Rückrundenspiele an, auf die wir uns komplett fokussieren werden.“

Eine Geschichte des Spiels: Henrik Hogen feierte am gestrigen Samstag nicht nur seinen 21. Geburtstag, sondern erzielte in der 48. Minute auch das so wichtige 1:0 für die Sport-Union, die den Dreier im Regionsderby ebnete. „Ich habe Henni heute vor dem Spiel gratuliert und erwartete eigentlich ein Hattrick von ihm. Von daher war ich heute etwas enttäuscht“, sagte Thorsten Damm nach dem Spiel mit einem Augenzwinkern.

Insgesamt waren die 90 Minuten gegen Hollenbach ein Erfolg des Kollektivs und Zeugnis der gewonnen Reife unserer Jungs nach inzwischen 17 absolvieren Saisonspielen. Die Hollenbacher traten genauso im Pichterichstadion auf, wie das eben zu erwarten ist, wenn man auf den FSV trifft. Kompakt, kompromisslos, ehrlich, das Team hat den Abstiegskampf verinnerlicht. Dennoch, und das ist bemerkenswert, gewann die Sport-Union in der Summe mehr und vor allem die entscheidenden Zweikämpfe. Die Neckarsulmer Defensive zeigte sich über die kompletten 90 Minuten hoch konzentriert, ließ kaum Hollenbacher Torchancen zu. Und dass obwohl Thorsten Damm abermals zum Umbau seines Defensivverbundes gezwungen war. Verletzungsbedingt konnte der zuletzt so starke Innenverteidiger Sebastian Kappes nicht von Beginn an auflaufen, der aus dem Mittelfeld zurückgezogene Kapitän Marcel Busch spielte ebenso fehlerfrei. Zudem zog Thorsten Damm den in Reutlingen noch im zentralen offensiven Mittelfeld agierenden Steven Neupert auf die „Sechser“-Position zurück und besetzte die offensiven Außenbahnen mit Henrik Hogen und dem neu ins Team gekommenen Philipp Seybold, der über links für viel Wirbel sorgte. Im Sturmzentrum kam Bogdan Müller nach seiner langwierigen Verletzung zu seinem Startelf-Comeback.

Den besseren Start vor rund 450 Zuschauern erwischten jedoch die Gäste aus Hollenbach. Thorsten Damm: „Wir haben etwas gebraucht, um die Begegnung zu kommen, in den ersten 20 Minuten war Hollenbach präsenter, hatte nicht nur mehr Spielanteile, sondern auch mehr Zug zum Tor.“ In der 10. Minute hatte Manuel Hofmann die erste gute Torchance des Spiels, der Hollenbacher war aber freistehend etwas zu unentschlossen, so dass NSU-Goalie Marcel Susser klären konnte.

Nach und nach kam die Sport-Union dann besser ins Spiel, nahm Gegner und Platzverhältnisse besser an. „Nach einer halben Stunde haben wir gemerkt, dass die Art wie Hollenbach spielt heute die erfolgversprechendere Variante ist – und haben unser Spiel etwas angepasst.“ Torraumszenen blieben zwar auch weiterhin Mangelware, doch die Intensität, mit der beide Teams die Begegnung bestritten, beeindruckte die Stadionbesucher.

Kurz vor der Pause nahm die Begegnung nochmals an Fahrt auf, und die Gäste konnten in der 39. Minute die beste Chance der gesamten Begegnung für sich verbuchen: Robin Neupert rutschte unglücklich im einen Strafraum aus, Alexander Albert schnappte sich die Kugel, passte in die Mitte vors Tor zum völlig blanken Julian Schiffmann, dessen Schuss jedoch von Marcel Susser aus kürzester Distanz grandios entschärft wurde. Glück für die NSU, der hätte drin sein müssen. Auch Thorsten Damm atmete durch: „Bei diesen Platzverhältnissen wäre es natürlich ganz schwer gewesen, gegen Hollenbach einem Rückstand hinterherzurennen.“

Im zweiten Durchgang waren dann gerade einmal zwei Minuten absolviert, als das Geburtstagskind „Henni“ dann entscheidend in Aktion trat. Einen langen Ball verlängerte Bogdan Müller sehenswert per Kopf zum durchgestarteten Henrik Hogen, dieser ließ FSV-Keeper Joachim Fritsch aus kurzer Distanz keine Chance und bejubelte den Geburtstags-Führungstreffer – 1:0 für die NSU.

Nun waren die Gäste gefordert – und verstärkten natürlich ihre Angriffsbemühungen. Doch die Hollenbacher taten sich gegen die gut gestaffelte Neckarsulmer Defensive auch weiterhin schwer, die Kugel aussichtsreich in Tornähe der NSU zu bringen. Es war quasi kaum ein Durchkommen für Kleinschrodt, Schiffmann und Co. So blieb der Notizblock der Journalisten in punkto Hollenbacher Torchancen im zweiten Durchgang jungfräulich weiß. Trotz großer Bemühungen fand der FSV einfach keine Lücke im Neckarsulmer Defensivverbund, der weiterhin überaus konzentriert agierte. So war die Sport-Union dem zweiten Treffer gefühlt auch näher, als die Hollenbacher dem Ausgleich.

Teilweise zeigte die Damm-Elf, nun mit mehr Räumen, das gewohnte „One-Touch-Spiel“, doch bei Chancen von Marcel Gerstle (68., 81.) und Robin Neupert (77.) blieb dem Pichterich-Team das beruhigende 2:0 versagt. Doch das „goldene Händchen“ von Thorsten Damm half mit.

In der 79. Minute wechselte der Neckarsulmer Übungsleiter Stürmer Yannick Titzmann ein, nur fünf Minuten später demonstrierte unsere Nummer 9 seinen „Torriecher“. Nach sehenswerter Vorarbeit von David Gotovac und Marcel Gerstle traf Yannick aus halblinker Position trocken zum 2:0 für die NSU. Riesenjubel auf den Zuschauerrängen.

So stand am Ende nach 90 Minuten harter Arbeit der fünfte Heimsieg in Folge für die Sport-Union, gegen nie aufsteckende Hollenbacher. „Wenn man die kompletten 90 Minuten sieht, denke ich es war ein verdienter Erfolg“, analysierte Thorsten Damm abschließend treffend.

 

NSU: Susser, Klotz, Busch, R. Neupert, Gotovac, S. Neupert, Schneckenberger, Gerstle (90. Retzbach), Hogen (66. Leonhardt), Seybold (79. Titzmann), Müller

 
 
Bilder zum Spiel:
 
Vor dem Anpfiff
Das Unparteiischen-Trio
Einschwören auf das schwere Heimspiel gegen Hollenbach
Marius Klotz gewinnt das Kopfballduell gegen Martin Kleinschrodt
Philipp Seybold geht ab...
... und kann von Marc Zeller nur durch ein Foulspiel gebremst werden
Marius Klotz klärt
Steven Neupert mit Einsatz
Steven gegen Alexander Albert
Muss den Ball gar nicht anschauen, wenn er ihn annimmt: Marcel Gerstle
Der Schrei. In der Neuauaflage von Michael Kleinschrodt
Steven im Kopfballduell mit Dennis Hutter
Robin Neupert ist vor Manuel Hofmann an der Kugel
Nicht im Aus! Steven sichert die Kugel
Kein Durchkommen für Philipp
Marcel Gerstle
War eine wichtige Anspielstation im Sturm: Bogdan Müller
Verbissene Zweikämpfe wie dieser gab es gestern haufenweise zu sehen
Philipp gegen Michael Kleinschrodt
Beinahe ein Eigentor, nach diesem Kopfball von Marc Zeller
Es wurde richtig gefightet auf dem tiefen Boden
Und dann war Halbzeit
Steven ist vor Manuel Hofmann am Ball
Hier setzt sich Marcel gegen Hofmann durch
Das 1:0: Henni zieht ab...
.. und drin das Ding!
Fertigmachen zum Geburtstagsjubel!
Henni gegen Julian Schiffmann
Gegen Marius Klotz gab es kein Durchkommen
Marcel Busch klärt vor Martin Kleinschrodt
Schmerzhaftes Kopfballduell für David Gotovac
"Buschi" akrobatisch
"Schnecke" gegen den Masken-Mann Tizian Ammon
Rettete der NSU kurz vor der Pause das 0:0:Marcel Susser
Henrik muss mit Schmerzen raus - Marvin kommt
"Bogi" gegen gleich drei Hollenbacher
Skeptischer Blick - aber am Ende sehr zufrieden: Unsere Zuschauer
Steven gegen Tizian Ammon
Es war kalt gestern, dementsprechend war warme Kleidung absolut angebracht
Goldenes Händchen: Thorsten Damm wechselt Yannick Titzmann, den späteren Schützen zum 2:0 ein
Marcel Gerstle
Das war die Entscheidung: Yannick trifft zum 2:0
Der Schrei. Hier in der Neufassung von Aydin Cengiz
Thorsten Damm hingegen zeigt ein verschmitzte Siegerlächeln
Freude bei unseren Jungs
David Gotovac wird hier von Tizian Ammon gefoult
Applaus, Applaus. NSU-Sportdirektor Marco Merz
Thorsten und Aydin
Und dann war es geschafft... der schwer erkämpfte Heimdreier war im Kasten.