26.11.16 - 1:1 gegen Balingen - ein Remis auf hohem Niveau
 

In einer trotz der schwierigen Bodenverhältnisse rassigen und intensiven Oberliga-Begegnung trennten sich unsere Neckarsulmer Sport-Union und die TSG Balingen mit einem insgesamt leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. „Das ist ein völlig realistisches Ergebnis, heute hatte es kein Team verdient, ohne einen Punkt vom Platz zu gehen“, analysierte NSU-Sportdirektor Marco Merz. Dennoch hätte sich die Sport-Union, besonders durch zwei Großchancen in der Schlußphase, gegen den Tabellendritten sogar mit drei Punkte belohnen können.

Die Begegnung brauchte zunächst ein wenig Zeit, um in Fahrt zu kommen. Auf dem tiefen Geläuf taten sich beide Teams zu Beginn offensiv schwer, standen in der Defensive aber sehr kompakt. Die erste gefährliche Offensivaktion der Partie konnte die Sport-Union für sich verzeichnen. In der 13. Minute hechtete Bogdan Müller spektakulär in eine Gotovac-Flanke, konnte die Kugel allerdings nicht im Gehäuse unterbringen. Vier Minuten später auch das erste Sturm-Lebenszeichen der Balinger, nach einem hohen Ball aus dem Halbfeld kam Kaan Akkaya freistehend aus zwölf Meter zum Abschluss, donnerte die Kugel jedoch über den Kasten. Die abermals umgebaute Neckarsulmer Abwehr-Viererkette – Marvin Leonhardt rückte für den offensiver agierenden David Gotovac auf die Defensiv-Außenbahn- zeigte ansonsten eine hochkonzentrierte Leistung gegen das torgefährlichste Team der Oberliga.

Nachdem die Begegnung dann eigentlich wieder in ruhigeren Bahnen verlief, herrschte plötzlich in der 30. Minute große Verwirrung im Balinger Strafraum. Am deren Ende drosch ein eigener Spieler TSG-Akteur Carlos Konz die Kugel an die Hand – Schiedsrichter Eisele blieb keine andere Wahl als auf Elfmeter zu entscheiden. Marc Schneckenberger ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte zum 1:0 für die NSU.

Nur zwei Minuten später hatte Philipp Seybold die Chance auf einen Sport-Union-Doppelschlag, doch er verpasste hart bedrängt eine Hereingabe von David Gotovac. So blieb es bei der knappen, aber nicht unverdienten Neckarsulmer Pausenführung.

Im zweiten Durchgang dann ein verändertes Bild. Die im ersten Durchgang eher zurückhaltend agierenden Gäste machten plötzlich mehr Druck. „Man hatte da den Eindruck, dass wir etwas schläfrig und mit den Gedanken noch in der Kabine waren“, monierte Thorsten Damm. Nachdem NSU-Keeper Marcel Susser in der 57. Minute einen Kopfball von TSG-Kapitän Manuel Pflumm noch mit großartigem Einsatz entschärfen konnte, war er acht Minuten später geschlagen. Nach einem verlorenen Neckarsulmer Kopfballduell schnappte sich der flinke und kurz zuvor eingewechselte Patrick Lauble die Kugel und versenkte sie aus halblinker Position im Netz. Das 1:1 war für die Balinger zwischenzeitlich auch verdient.

Diese machten dann auch folgerichtig weiter Druck, kamen vor allem durch ihre brandgefährlichen Standardsituation zu weiteren Torchancen. So in der 69. Minute, als ein Kopfball von Lauble, quasi unter der Grasnarbe angesetzt, haarscharf am Neckarsulmer Tor vorbeizischte. Acht Zeigerumdrehungen später hatte Marcel Susser mit einem Schussversuch von Akkaya große Mühe.

Längst hatte sich ein offensiver Schlagabtausch entwickelt, beide Teams wollten unbedingt den Siegtreffer erzielen. In den letzten zehn Minuten gab es nicht weniger als sechs Großchancen für beide Teams zu notieren, die größeren hatte dabei jedoch die Sport-Union. So kam David Gotovac in Minute 80 am rechten Sechzehnmeter-Eck aussichtsreich an die Kugel, zeigte sich in dieser Szene jedoch zu unentschlossen. In der 90. Minute gelangte das Leder nach einem Eckball zu Yannick Titzmann, der freistehend aus zehn Meter jedoch nicht genug Druck hinter seinen Schuss brachte. In der dritten Minute der Nachspielzeit schließlich legte dann Seba Öztürk von der Grundlinie auf Steven Neupert zurück, doch dieser platzierte das Spielgerät aus ebenfalls aussichtsreicher Position weit am Tor vorbei. So blieb es am Ende beim von den Zuschauer mit lautem Applaus bedachten 1:1-Unentschieden, das alles in allem als durchaus leistungsgerecht kategorisiert werden kann. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe wir haben gegen den besten Sturm der Liga nur sehr wenig zugelassen. Aufgrund der Torchancen am Schluss denke ich, dass wenn ein Team heute hätte gewinnen müssen, dann eher wir das gewesen wären“, so Thorsten Damm.

Sportdirektor Marco Merz richtete den Blick bereits weiter zum abschließenden Spiel im Jahr 2016 in Spielberg: „Wir werden darauf hinarbeiten, dass wir am Samstag gegen Spielberg nochmals extrem unter Feuer stehen. Diese Begegnung ist zwar kein Schicksalsspiel für uns, aber dennoch strategisch sehr wichtig, weil tabellarisch noch viele Last-Minute-Verschiebungen möglich sind.“

NSU: Susser, Leonhardt (66. Titzmann), Busch, R. Neupert, Klotz, Schneckenberger, Seybold (65. Öztürk), Gotovac, S. Neupert, Gerstle (84. Retzbach), Müller

 
 
Die Teams vor dem EInlaufen
Vor dem Anpfiff
Erste NSU-Großchance durch Bogdan Müller
Unsere Zuschauer sahen ein intensives Spiel
Schmerzen bei Marius Klotz
Philipp Seybold gegen Marc Pettenkofer
Bogdan Müller setzt sich gegen Matthias Schmitz durch
Marc Schneckenberger gegen Nils Schuon
Unsere Besucher freuten sich über Gratis-Glühwein
Langes Bein von Marcel Busch
Steven Neupert bekam aus kürzester Distanz einen Ball ins Gesicht - die Folge: Nasenbluten
Foul an Philipp
Marcel Gerstle gegen Matthias Schmitz
Gleich drei Balinger stellen sich David Gotovac in den Weg
Zweikampf mit Philipp Seybold
Steven im Balinger Strafraum
Rassiger Zweikampf
Unser Coach richtet die Kappe
Der Blick des Keepers nach dem Ball: Marcel Binanzer siehts mit Grausen: Es steht 1:0 für die NSU
"Schnecke" verwandelte vom "Punkt"
Freude bei unseren Jungs
Marcel kann hier nur durch ein gegnerisches Handspiel gebremst werden
Marco Merz mit skeptischem Blick
Laufduell mit Marius Klotz
Und dann war Halbzeit
Kopfballduel mit Marcel Busch
Foul an Bogdan Müller
Thorsten Damm und Aydin Cengiz
Marvin Leonhardt ist vor seinem Gegenspieler an der Kugel
MArcel Gerstle